Kleinsteinhöhle, Blick durch das Felsentor am Kleinstein

Die einstige Felsenburg Arnstein und der Kleinstein mit Kleinsteinhöhle

Bei diesem Ausflug sollen zwei Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz im Mittelpunkt stehen, die durch einen schönen Abschnitt des Malerweges miteinander verbunden sind. Dabei führt der breite Wanderweg, der mit einem roten Strich markiert ist, durch dichten Wald. Als Start- und Zielpunkt bietet sich die traditionelle Buschmühe im Kirnitzschtal an, wo man sich unter anderem mit einer leckeren Forelle stärken kann. Parkmöglichkeiten gibt es an der nahe gelegenen Neumannmühle, die ebenso ein schöner Rastplatz ist.

Die einstige Felsenburg Arnstein.

Aus dem Kirnitzschtal geht es auf dem gelb markierten Wanderweg (gelber Punkt, gelber Strich) hinauf auf den Gipfel des Arnstein. Einst befand sich auf dem Sandsteinplateau eine Burg. Die Felsenburg Arnstein, die erstmals im Jahr 1436 urkundlich erwähnt wurde, wird auch als Ottendorfer Raubschloss bezeichnet. Spuren der Anlage sind heute noch zu finden: zum Beispiel im Form von Zeichnungen im Sandstein, einer großen Zisterne und alten Stufen. Aus 327 m über NN eröffnet sich ein schöner Ausblick bis hin zum Falkenstein.
Über zahlreiche Stufen ist der Gipfel gut erreichbar. Die interessanteste Stelle führt durch einen Felsspalt. Unterwegs fallen die teils sehr abgelaufenen Stufen im Sandstein auf. An einigen Felswänden befinden sich Schwefelflechten, die in sattem gelb leuchten.

Neben der Felsenburg Arnstein, sind in der Hinteren Sächsischen Schweiz auch die Reste von weiteren mittelalterlichen Burgen nachweisbar. So lohnt es sich, parallel auch den Winterstein und den Neuen Wildenstein zu erkunden. Darüber hinaus gab es Burgwarten als Beobachtungsposten auf dem Falkenstein, dem Frienstein, der Wartburg im Westen des Wintersteins und dem Großen Lorenzstein. Heute sind die Felsen beliebte Klettergipfel.

Nach einer Gipfelpause auf dem warmen Sandstein wird es Zeit für den Abstieg auf dem selben Weg. An der Weggabelung beginnt der rot markierte Wanderweg, der oberhalb und annähernd parallel zur Kirnitzschtalstraße verläuft. So geht es weiter bis zum Kleinstein.

Aussicht vom Kleinstein und Kleinsteinhöhle.

Aufs Neue führt der Wanderweg über Stufen den Hang hinauf, bis er sich teilt. Nach links geht es zur Kleinsteinhöhle. Dabei handelt es sich, ähnlich dem Kuhstall, um ein imposantes Felsentor mit Blick auf die Wälder der Hinteren Sächsischen Schweiz. Zwar ist die Kleinsteinhöhle etwas kleiner als der Kuhstall, aber genauso schön und nicht so überlaufen. Zum Zeitpunkt meiner Wanderung (an einem sommerlichen Wochentag) war ich ganz allein hier und konnte die Ruhe abseits des Tourismus genießen. In der Höhle beeindrucken die steilen Felswände und ich kam nicht umhin, eine ausgiebige Foto-Pause einzulegen.

Zurück an der Weggabelung, führen Treppen und Leitern weiter hinauf zum Aussichtspunkt. Dabei fällt links des Weges eine höhlenartige Nische im Felsen auf, in der sich eine einfache Sitzgelegenheit befindet. Danach schlängelt sich der Weg durch ein Felsloch, das einem Nadelöhr gleicht. Oben angekommen, eröffnet sich wieder ein toller Ausblick. Ausgehend vom Aussichtspunkt, führt der rot markierte Wanderweg weiter hinauf durch den Wald bis zum Gipfel. Dann weiter in Richtung Saupsdorf. Natürlich lässt sich die Wanderung über das Hohe Gewände und auf dem gelben Weg zurück zum Arnstein erweitern. In diesem Beitrag soll es aber (wie eingangs beschrieben) nicht um einen konkreten Rundweg, sondern um zwei besondere Felsen in der Sächsischen Schweiz gehen. Der Arnstein und der Kleinstein, zwei lohnende Ziele mit wunderbarer Aussicht!

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ulrich Pankotsch
    13. Juli 2018 23:27

    Am linken Rand vom Titelbild ist die Nordwand der Kleinsteinwand zu sehen.
    Da bin ich in den 90ern mal die direkte Nordwand hoch VIIa und dann am 2.Ring kurz abgerutscht und das Kinn aufgeschlagen. Dabei ist leider das gute Dynamo-Trikot etwas rot gefärbt wurden, somit nicht mehr ganz optimal zum Klettern für die Zukunft.
    Aber sehr schöner Aussichtspunkt in der Gegend.
    Die Fotos wie immer ein sehr guter Eindruck der Gegend

    Antworten
    • Von den steilen Felswänden im Bereich der Kleinsteinhöhle war ich einfach überwältigt! An zahlreichen Stellen sind Spuren der Kletterei erkennbar: für Mutige und geübte Kletterer! Da ziehe ich doch lieber etwas Leichtes, wie den AW auf den Thürmsdorfer Stein, vor… 😉 Der Beitrag zur Bärenstein-Wanderung mit Kraxelei folgt in Kürze. Liebe Grüße aus dem Wald

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