Neurathener Felsentor und Basteibrücke, auf der Bastei

Die Bastei und die Romantiker

Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges: die Bastei.

Weit über die Region hinaus bekannt ist die schöne Aussicht von der Bastei. Der Aufstieg von Rathen zum Basteimassiv führt entlang des Malerweges (2. Etappe). In 193 Metern Höhe über der Elbe, bietet sich ein inspirierender Panoramablick, der bereits in vielen Bildern verewigt worden ist.

Ausgehend vom Kurort Rathen, führt der Wanderweg „Amselgrund“ in Richtung Amselsee. Links neben dem Eingang zur Felsenbühne Rathen geht es auf dem Malerweg bequem zur Bastei hinauf. So sind die Basteibrücke und zahlreiche Aussichtspunkte schnell erreichbar. Weiter geht es zum Berghotel und durch die „Schwedenlöcher“ zurück ins Tal. Beim Abstieg durch die kühle Schlucht fallen moosbedeckter Sandstein und abgestürzte Felsen auf. Alle Wege sind gut ausgeschildert, denn die Gegend ist ein außerordentlich beliebtes Wandergebiet.

Auf den Spuren der Romantiker.

Einst haben die Romantiker das Elbsandsteingebirge für sich entdeckt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts machten sich naturverbundene Künstler auf den Weg von Dresden in die „Sächsische Schweiz“. Dabei bildete sich bald eine spezielle Route heraus, die dem heutigen Malerweg sehr ähnlich ist. Die romantische Strömung erreichte Künstler & Abenteurer in ganz Europa.
Im 19. Jahrhundert geriet der ursprüngliche Verlauf des Weges (vorübergehend) in Vergessenheit und wurde für den Tourismus im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Der Malerweg orientiert sich also am historischen Verlauf und bietet Landschaftsmotive, die bereits von den Künstlern der Romantik dargestellt wurden. Caspar David Friedrich malte und zeichnete die unberührte, wilde Natur. Sein berühmtes Gemälde „Felsenpartie im Elbsandsteingebirge“ (1822/23) zeigt das Neurathener Felsentor.

Ebenfalls in Radierungen von Ludwig Richter ist die Bastei in fünf Ansichten eindrucksvoll umgesetzt: „Blick aus dem Vogeltelle genannten Tal auf die Basteifelsen bei Rathen“ (1823) und „Die Rathener Felsen von Osten über den Elbbogen gesehen“ (1823).

Um 1800 war der Aufstieg von Rathen hinauf zur Bastei noch mühsam und abenteuerlich, denn er führte durch den Wehlgrund und die steile „Vogeltelle“. Damals gab es noch keine Brücke. Im Jahr 1814 wurde der steile Weg durch Stufen befestigt. Zwölf Jahre später errichtete man eine Holzbrücke über der Schlucht, die 1851 durch eine Brücke aus Stein ersetzt wurde. So entstand eine bequeme Verbindung zwischen dem bizarren Felsentor und der Bastei, die bis heute viele Besucher trägt.

Motive für Landschaftsmaler.

Nach wie vor besitzt das Elbsandsteingebirge große Anziehungskraft für Liebhaber von Kunst und Historie. Der Malerweg lädt zu einer gedanklichen Reise in die Vergangenheit ein – und Motive aus den Werken bekannter Künstler warten darauf, aufs Neue entdeckt zu werden. // Kunst am Malerweg

Von der Bastei bietet sich ein wunderbarer Blick auf den Pfaffenstein und die Festung Königstein im Süden, sowie die Schrammsteine im Osten. Im nächsten Beitrag werde ich über die Bastei aus einer anderen Perspektive berichten: aus Richtung der Kleinen Gans und des Plattensteins, mit der markanten Wehlnadel im Vordergrund. Im Gegensatz zur stark besuchten Bastei-Promenade, handelt es sich hierbei um eine Unternehmung auf kleinen Pfaden (Kletterzustieg) und abseits der Hauptwanderwege.

Im März habe ich bereits über die Kleine Bastei und den Rhododendronpark berichtet, die sich ganz in der Nähe befinden und sich mit einer Wanderung von Rathen zur Bastei gut kombinieren lassen. Mehr dazu im Beitrag „Wanderung auf dem Gamrig und zur Kleinen Bastei“ , der die Natur beim Erwachen aus dem Winterschlaf zeigt. Die folgenden Bilder sind im Juni entstanden und muten etwas farbenprächtiger an.

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