Aussicht von der Bastei auf die Elbe und den Kurort Rathen

Radrunde von der Dresdner Heide zur Basteiaussicht

Bereits im Frühling diesen Jahres habe ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg von der Dresdner Heide in Richtung Bastei gemacht… doch unterwegs sollte die Runde ihr Eigenleben gewinnen. So bin ich nicht (wie eigentlich geplant) oberhalb zur Basteiaussicht geradelt, sondern konnte stattdessen den Basteifelsen vom Elberadweg aus der Froschperspektive bewundern. Auch nicht schlecht. Das soll aber keine Ausrede sein, um nicht einen zweiten Anlauf in Angriff zu nehmen. Dieses Mal lief soweit alles, wie geplant!

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Dresdner Heide, Alter Bahndamm und Lohmen.

Start und Ziel inmitten der Dresdner Heide: so ging es auf dem Neuen Weg entlang der Prießnitz und auf dem Weißiger Weg bis zur Ullersdorfer Mühle (die auch Totenmühle genannt wird). Dann weiter durch den Ort Weißig und bis zum Radweg entlang der Bautzner Landstraße. Mit einem Abzweig nach links in Richtung Rossendorf, erreichte ich die große Kreuzung und radelte auf der Radeberger Landstraße nach Süden bis in den Ort Eschdorf. Damit sind die ersten 11 km geschafft. Ab Eschdorf setzte ich die Fahrt auf dem Alten Bahndamm, einem schönen asphaltierten Radweg, fort. Auf diesem Weg erreichte ich erst Wünschendorf und nach insgesamt 18 km Porschendorf. Dann verließ ich den Alten Bahndamm und fuhr weiter nach Süden in Richtung Lohmen. Mit der Stolpener Straße (S 164) tangierte ich das Waldgebiet, in dem sich auch der Wanderweg durch die Lohmener Klamm befindet.

Zur Bastei.

Nach insgesamt 22 km kam ich im Ort Lohmen an und fuhr auf der S 165 weiter nach Osten. Dabei führt die Straße erst durch den langgestreckten Ort und anschließend durch ein Waldgebiet. Gleich nach dem Wald zweigt die Basteistraße nach rechts ab – und nach insgesamt 30 km ist die berühmte Aussicht auf dem Basteifelsen erreicht. Der vorderste Bereich der Basteisaussicht ist zwar seit 2017 wegen des porösen Sandsteins gesperrt – es eröffnet sich trotzdem ein wunderbarer Blick auf den Kurort Rathen, auf die Elbe und die umliegenden Tafelberge.
In der Ferne sind unter Anderem der Lilienstein, die Festung Königstein, der Rauenstein und die beiden Bärensteine deutlich zu erkennen. Die Bastei ist zweifellos ein wahrer Anziehungspunkt für Touristen, sodass ich mich durch die Menschenmenge schlängelte um auch ein paar Fotos machen zu können. Die Anziehungskraft der Bastei hat übrigens eine lange Tradition, denn bereits die Landschaftsmaler zur Zeit der Romantik ließen sich von der eindrucksvollen Felslandschaft inspirieren. Mehr dazu im Beitrag „Die Bastei und die Romantiker“.

Abfahrt von der Bastei durch den Grund bis nach Stadt Wehlen.

Nun sollte es hinab in das Elbtal weitergehen. Dazu fuhr ich ein Stück zurück auf der Basteistraße, bis zum Abzweig auf den Wettinweg bzw. in den Raingrund. Dem Wegweiser „Radroute im Nationalpark“ folgend, nutzte ich das Gefälle und düste geradewegs hinab durch den Grund bis nach Stadt Wehlen (Raingrund, Kohlgrund und Zscherregrund). Über die interessanten Felsformationen in diesem Gebiet habe ich im Beitrag über den Uttewalder Grund berichtet.

Auf dem Elberadweg zurück bis nach Dresden.

Bei Kilometerstand 35 erreichte ich das Elbufer und entschied mich spontan dazu, mit der Wehlener Elbfähre auf die andere Seite überzusetzen. Von der Mitte der Elbe aus konnte ich den Basteifelsen noch einmal aus der Ferne betrachten, bevor es Zeit für den Heimweg entlang des Elberadweges wurde. Dieser schlängelt sich ohne sonderliche Anstiege bis nach Dresden und bietet sich für eine entspannte Rückfahrt an. Nach insgesamt 52 km erreichte ich die Elbinsel bei Pillnitz und konnte das Schloss auf der gegenüber liegenden Elbseite betrachten.

Nach insgesamt 60 km wechselte ich über das Blaue Wunder wieder die Elbseite und wählte zum Endspurt die Grundstraße, um etwas an Höhe zu gewinnen und schließlich die Dresdner Heide zu erreichen. Insgesamt umfasst die Strecke etwa 67,5 km. Für mich war es praktisch, von der Heidemühle inmitten der Dresdner Heide aus zu starten. Natürlich kann ein etwas zentraler gelegener Ausgangspunkt, wie zum Beispiel das Blaue Wunder, ebenso als Start und Ziel dieser Runde dienen.

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ulrich Pankotsch
    25. September 2018 21:04

    Ich finde, dies ist die beste Route sich der Bastei von Dresden aus zu nähern und danach wieder gut nach Hause zu kommen. Meine Lieblingstour, wenn auch an manchen Stellen etwas abgewandelt. Auf jeden Fall kommt man ohne Fähre Rathen und die vielen Leute aus. Die schönsten Plätze in Rathen zum Sitzen und Schauen kennen wir zum Glück beide, einmal unterhalb der Aussicht und einmal gegenüber der Brücke, wobei auch Aussicht am Lamm und Gamrig dazugehören.

    Antworten
    • Stimmt, von den etwas versteckter gelegenen Aussichtspunkten kann man den vielen Touristen ganz entspannt aus der Ferne zuwinken. Obwohl ich ebenfalls am liebsten auf abgelegenen Pfaden und abseits der Menschenmassen unterwegs bin, fand ich den Schritt ins touristische Gedränge bei dieser Runde auch schön. Dabei sind die besten Foto-Standpunkte auf der Bastei heiß umkämpft. Bin mal gespannt, wie es mit der Erneuerung der Aussichtsplattform weitergeht und welche Konstruktion umgesetzt wird.

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  • Hallo Adriana,

    schöne Tour, die ich sicherlich auch mal fahren werde. Du kannst übrigens direkt über die Forststraße in Weißig auf den Bahntrassenradweg fahren. Du kommst dann durch Schönfeld und sparst Dir die Straßen über Rossendorf.
    Wenn ich Deine Fotos sehe, könnte ich gleich mein Radel schnappen und losfahren! Du machst soooo wunderschöne Fotos!
    Viele Grüße – Pit

    Antworten
    • Hallo Pit, das freut mich sehr – ganz herzlichen Dank! 🙂 Du hast Recht, den Beginn vom Alten Bahndamm bei Weißig habe ich schon bei meiner letzten Runde „übersprungen“. Diesen Abschnitt werde ich mir unbedingt bei einer anderen Radstrecke noch einmal genauer vorknöpfen! Im nächsten Beitrag werde ich übrigens meine bisglang größte Radtour in diesem Jahr vorstellen: von der Dresdner Heide, zur Optitzhöhe, durch den Tharandter Wald und zur Talsperre Klingenberg. Die Kamera war natürlich wieder mit dabei! Liebe Grüße aus der Heide.

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