Wasserfall an der Prießnitz, Dresdner Heide

MTB-Tour im Norden von Dresden, 1. Teil

Durch die Dresdner Heide zum Prießnitz-Wasserfall, zum Silbersee und zur Rieseneiche.

Nach einigen Strecken zum Laufen & Wandern, ist es höchste Zeit eine Runde mit dem Mountainbike zu unternehmen. Die Wegstrecke umfasst 38,7 Kilometer. Sie verläuft teilweise auf gut befestigten Radwanderwegen und teilweise auf naturbelassenen Waldpfaden. So fährt man streckenweise auf steinigem oder sandigem Boden – und auf kurzen Abschnitten ragen Wurzeln aus dem Boden. Für Abwechslung ist also gesorgt und es ist von Vorteil, mit einem geländetauglichen Bike zu starten. Auf geht´s.

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Von Dresden bis zum Waldweg „Reichsapfel“

Wegverlauf: HG-Weg und HB-Weg (grüner Strich) – Reichsapfel

Als Ausgangspunkt habe ich den Rastplatz am „Reichsapfel“ gewählt, der sich nahe der Heidemühle befindet und auf dem HG-Weg gut erreichbar ist. Um von Dresden aus in die Mitte der Dresdner Heide zu gelangen, gibt es einen bequemen Hauptweg. Er ist mit einem grünen Strich markiert. Von Dresden-Bühlau (Am Weißen Adler) führt der Weg „Am Heiderand“ in den Wald hinein und auf dem breiten HG-Weg (später HB-Weg) befindet sich – kurz vor der Kreuzung mit der Alten Eins und etwas hinter den Bäumen versteckt – ein Rastplatz mit Holzbänken. Nach 3,5 Kilometern führen hier die kleinen Wege “Kreuz Sechs” und “Reichsapfel” nach links. Wir nehmen an dieser Stelle den Reichsapfel in westliche Richtung und überqueren die Radeberger Landstraße.
Alternativ erreicht man vom Fischhaus auf dem Wanderweg “Doppel E” den HG-Weg. Dieser Weg ist ebenso mit einem grünen Strich markiert.

Dresdner Saugarten: Das Zentrum der Heide

Wegverlauf: Reichsapfel – Alte Eins – Dresdner Saugarten

Danach führt der schmale Pfad an einem Miniatur-Teich vorbei, der als Naturdenkmal gekennzeichnet ist und auf Wanderkarten den etwas eigenwilligen Namen „Böses Loch“ trägt. Nun treffen wir auf die Alte Eins und biegen nach links ab, bis wir den Dresdner Saugarten erreichen. Hier befinden sich eine Schutzhütte aus Holz und Gedenksäulen, die an die historische Bedeutung dieses Ortes erinnern. Im Saugarten wurde das Schwarzwild für höfische Jagden gehalten. So entwarf Johannes Humelius im Jahr 1560 ein sternförmiges System (Hellensystem), in dessen Zentrum der Saugarten lag. Vom Mittelpunkt gehen, im Abstand von jeweils 45 Grad, acht Hauptachsen (Flügel) aus, die heute die Namen „Alte Eins“ bis „Alte Acht“ tragen. Mehr Details zur Entstehung des Wegnetzes, erfahrt ihr im Beitrag “Die Zeichen zur Orientierung in der Dresdner Heide”.

Königsplatz und Prießnitz-Wasserfall

Wegverlauf: Alte Fünf – Rennsteig Z – Königsplatz – Sandschluchtweg – Sandbrückenweg SB – entlang der Prießnitz bis zum Wasserfall (gelber Punkt) – Prießnitztalstraße

Weiter geht es nach Westen und wir fahren auf der „Alten Fünf“ bis zum Rennsteig (das Wegzeichen ähnelt einem Z). Hier biegen wir nach rechts auf den Rennsteig und erreichen nach 6,1 Kilometern den Königsplatz. Weiter geht es geradeaus auf dem Sandschluchtweg, bis rechts des Weges an einem Baumstamm die Markierung „SB“ ins Auge fällt. In Richtung Norden geht es also weiter auf dem kleinen Sandbrückenweg, dem wir immer geradeaus bis zur Prießnitz folgen. Kurz vor Erreichen der Prießnitz, führt der kleine Pfad recht steil den Hang hinab. So gelangen wir nach 8,2 Kilometern zur hölzernen Andersbrücke. Links des Flusslaufes verläuft ein urtümlicher Weg, der mit einem gelben Punkt markiert ist und direkt zum Prießnitz-Wasserfall führt. Auf den Felsen am linken Hang sind eindrucksvolle Wurzeln zu sehen und im Flussbett plätschert das Wasser über schroffes, dunkles Gestein. In der Nähe des Wasserfalls befinden sich Rastplätze, eine Hütte und die kleine Puschquelle. Bislang ist es mir hier noch nie gelungen, keine Pause einzulegen…! Ein perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen und die klare Waldluft am Ufer der Prießnitz zu genießen. Weiter geht es über die Bergmannsbrücke und wenn wir weiterhin der Markierung „gelber Punkt“ folgen, erreichen wir nach insgesamt 8,8 Kilometern die Prießnitztalstraße.

Silbersee

Wegverlauf: Prießnitztalstraße – Mehlfußweg MF – Bergweg – Wanderweg „gelber Strich“ : Silbersee – Bergweg – Hakenweg

Hier biegen wir nach links in Richtung Dresden-Klotzsche ab. Links des Weges befindet sich der Kletterpark und rechts geht es auf dem mit MF markierten Mehlfußweg den Hang hinauf. Der Boden ist etwas sandig und wir folgen dem Weg bis zum Schützenverein (Bergweg). Hier ist das Rauschen des Verkehrs deutlich zu hören und wir biegen nach links in Richtung Langebrücker Straße ab. Am Waldrand geht es wieder nach rechts auf einem Waldweg, der zum Silbersee führt. Wir folgen der Markierung „gelber Strich“ und erreichen nach 10,4 Kilometern den kleinen See im Norden der Dresdner Heide. Während der Monate Mai und Juni blühen hier sehr schöne Seerosen. Etwas versteckt hinter den Holzbänken, geht der Waldweg weiter in östliche Richtung und wir folgen weiterhin dem gelben Strich. Nach einem Abzweig nach links, überqueren wir die Langebrücker Straße und nehmen den Hakenweg. An den Bahnschienen verläuft der Weg kurz nach links und wir fahren durch eine Unterführung.

Die 700-jährige Rieseneiche

Wegverlauf auf dem Wanderweg „gelber Strich“ : Alte Zehn X – Sauerbuschweg – Rieseneiche – Alte Lehmgrube – Friedersdorfer Weg – Teiche in Weixdorf

Weiter geht es auf der „Alten Zehn“ und dem Sauerbuschweg zur Rieseneiche. 14 Kilometer sind geschafft. Bei der Rieseneiche handelt es sich um einen markanten Baum, der bereits im Jahr 1679 bei einer Grenzziehung erwähnt wurde. Die Stieleiche ist etwa 700 Jahre alt und ihr Umfang misst stattliche 6,3 Meter. Sie gilt als ältester Baum der Dresdner Heide und ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Weiterhin geht es entlang der Wegmarkierung mit dem gelben Strich. Kurz nach der Eiche führt der Weg nach links an der Alten Lehmgrube vorbei, darauf geht es nach rechts auf dem Friedersdorfer Weg zum Großteich (Weixdorf / OT Friedersdorf). An dieser Stelle – und nach 15 Kilometern – verlassen wir die Dresdner Heide und fahren weiter nach Norden in Richtung Hermsdorf.

Weiter geht es zum 2. Teil der Tour mit dem Mountainbike.

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