Ausblick von der Festung Königstein in Richtung Elbe und Tafelberge

Die Festung Königstein – „Auf dem Stein des Königs“

Oberhalb des an der Elbe gelegenen Ortes Königstein befindet sich die gleichnamige Festung. Bereits aus der Ferne ist die charakteristische Burganlage, die auf dem Plateau eines Tafelberges thront, zu sehen. Die Festung Königstein gilt als sehr beliebtes und gut besuchtes Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz. Wer also lieber die Ruhe auf dem Gipfel eines Tafelberges sucht, findet sie wohl eher auf den umliegenden Bergen. Eine vergleichbar schöne Aussicht wie die von der Festung Königstein, bietet zum Beispiel das Gipfelplateau des Lilienstein oder des Pfaffenstein. Trotzdem finde ich, dass sich ein Besuch der weitläufigen Festungsanlage lohnt, denn im Museum gibt es allerhand über die bewegte Vergangenheit dieses Ortes zu entdecken.

Auch früher war viel los auf der Festung Königstein.

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart: Unter Anderem laden die ausgestellten Waffen, Pläne, Kunstwerke und Bekleidung zur gedanklichen Zeitreise durch die 800-jährige Geschichte der Festung ein. Dabei lässt sich erahnen, wie wohl die Menschen hier früher gelebt haben. Der Lauf der Zeit spiegelt sich auch in der Architektur wider, denn die Festung Königstein vereint Baustile verschiedener Epochen (Spätgotik, Renaissance, Barock und 19.Jh.).

Funde von Keramikscherben belegen, dass Königstein bereits in der Bronzezeit von Menschen besiedelt worden ist. Obwohl es vermutlich schon im 12. Jh. eine steinerne Burg auf dem Fels gab, wurde sie erstmals im Jahr 1241 urkundlich erwähnt. In der Oberlausitzer Grenzurkunde findet sich die Bezeichnung „in lapide regis“ (lat.: auf dem Stein des Königs), woraus sich der heutige Name Königstein ableitet. Ab 1559 ließen die Kurfürsten die Burg zur stärksten Festungsanlage Sachsens ausbauen. Auffällig sind noch heute die steilen Felswände und die Mauern der Festung, die auf ihre langjährige militärische Nutzung deuten. Seit 1955 ist die Anlage für Besucher zugänglich. Seit dem dient sie als Museum und Ausflugsziel.

Wanderung auf die Festung und Ausblick auf die Tafelberge.

Ausgehend von der Ortschaft Königstein, führt nahe der Kirche der Latzweg hinauf zur Festung. Er ist Teil des Malerweges (7. Etappe) und man folgt der Wegmarkierung mit dem blauen Strich. Zuerst führt der Weg an Gärten vorbei und weiter über Holzstufen durch ein Waldgebiet bis hin zur Festung. Für den Rückweg bietet sich der Wanderweg, der mit einem roten Punkt gekennzeichnet ist, an. Der relativ leichte Wanderweg eignet sich für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Bei einem Rundgang auf der Festungsanlage lässt sich die weite Berglandschaft der Sächsischen Schweiz überblicken. Im Nordosten sind die Elbe und der Lilienstein zu erkennen. Das „Gebiet der Steine“ befindet sich im Osten bzw. Südosten: dabei fallen zuerst die Tafelberge Papststein, Gohrisch und Pfaffenstein auf. Aber auch der unscheinbare Kleinhennersdorfer Stein ist zu sehen. Im Süden befindet sich das bewaldete & große Sandsteinplateau des Quirl, das ich demnächst auch einmal unter die Lupe nehmen werde.

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