Aussicht von der Rysselkuppe, Weinhänge bei Pillnitz

Friedrichsgrund, Borsberg und Rysselkuppe. Wanderung in Pillnitz

Waldwanderung im idyllischen Nordosten von Pillnitz.

Eine Wanderung durch das idyllische Waldgebiet, das sich im Nordosten von Schloss Pillnitz und oberhalb der Pillnitzer Weinhänge erstreckt, ist für mich in jedem Jahr ein Genuss. Bei der diesjährigen Runde habe ich vor allem das frische Blattgrün und den Frühlingsduft eingefangen. Aber auch die verschlungenen Wurzeln der hohen Bäume, die sich am Wegesrand befinden, haben mich wieder in ihren Bann gezogen. Die Strecke umfasst etwa 7 km und ist sehr gut markiert. Als Start- und Zielpunkt habe ich diesmal die kleine Seitenstraße gewählt, die sich unterhalb der künstlichen Ruine und unweit der Alten Feuerwache Pillnitz auf der Meixstraße befindet. Dort befindet sich der Eingang in den malerischen Friedrichsgrund.

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Durch den Friedrichsgrund und hinauf bis zum Borsberg.

Der mit einem gelben Punkt markierte Wanderweg führt entlang des Friedrichsgrundbachs durch das romantische Kerbtal. Da Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen das schöne Tal zum Wandergebiet ausbauen ließ, ist es nach ihm benannt. Es geht leicht aufwärts und unterwegs fallen die kleinen Steinbrücken auf. Oberhalb des Friedrichsgrunds erreichen wir die Meixmühle und die Ruine der Drachenburg. Weiter geht es aufwärts und durch ein ländliches Gebiet bis zur Hochlandstraße, die wir überqueren. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Borsberg, dem höchsten Punkt dieser Runde. Auf der dicht bewaldeten Anhöhe befindet sich ein knapp sechs Meter hoher Obelisk. Dabei handelt es sich um eine historische Vermessungssäule aus Sandstein, die sich in 362 Metern Höhe befindet. Über die Bedeutung des Triangulationspunktes Borsberg und über die historische Landvermessung im Königreich Sachsen habe ich bereits im Beitrag Vom Weinberg Pillnitz in den Friedrichsgrund kurz berichtet.

Tiefer Grund und Panoramaaussicht.

Der Wegmarkierung mit dem roten Punkt folgend, soll es nun wieder ein Stück (und teils mit einem stärkeren Gefälle) den Hang hinab gehen. Der Weg führt in den urigen Tiefen Grund. Mit dem Abzweig nach rechts ändert sich die Markierung des Wanderweges und wir folgen dem gelben Strich. Auf diesem idyllischen Waldweg wandern wir oberhalb der Weinhänge zurück in Richtung Pillnitz. Unterwegs gibt es zwei Aussichtspunkte zu entdecken: erst erreichen wir die Panoramaaussicht, wobei sich ein wunderbarer Weitblick in das Elbsandsteingebirge und das Osterzgebirge bietet. Bei diesem Standort handelt es sich um die Kuppe eines alten Steinbruchs, der sich oberhalb der kleinen Ortschaft Oberpoyritz befindet.

Aussichtspunkt Rysselkuppe.

Weiter geht es bis zu einem zweiten Aussichtspunkt, der Rysselkuppe. Am Wegesrand fallen die kantigen Gesteinsformationen auf. Dabei handelt es sich um Zweiglimmergranodiorit. Mit einem Abzweig nach links geht es erst entlang der Felsen und ein Stück abwärts bis zur Aussichtsplattform. Von der erhöhten Position aus bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Weinhänge und in die weite Landschaft. Unterhalb der Rysselkuppe erstreckt sich kegelförmig ein alter Weinberg, der nach seinem früheren Besitzer Johann Gottfried Ryssel benannt ist. Der Weinberg ist perfekt nach Süden ausgerichtet. Seit 1992 wird das vier Hektar große Weingut vom Winzer Klaus Zimmerling bewirtschaftet. Bei meiner kurzen Rast an der Rysselkuppe ist mir als Erstes die neu erbaute Vinothek inmitten des Weinguts aufgefallen, wobei sich die angrenzende Freifläche neben dem runden Pavillon gerade im Bau befindet.

Leitenweg mit fantastischer Aussicht auf die Pillnitzer Weinhänge.

Zurück auf dem Hauptweg geht es weiter bis zum Leitenweg. Mit diesem schönen Abschnitt, der ebenfalls oberhalb der Weinhänge verläuft, möchte ich diesen Rundweg abschließen. Dabei bieten sich noch einmal wunderbare Ausblicke in Richtung Elbsandsteingebirge, auf das Schloss Pillnitz, auf die Weinbergkirche und in Richtung Dresden. Nach einem ganz kurzen Abschnitt entlang der Wünschendorfer Straße ist der Ausgangspunkt auf der Meixstraße flott erreicht.

Die Runde lässt sich hervorragend mit einem Abstecher zur künstlichen Ruine kombinieren, die sich in unmittelbarer Nähe des Start- und Zielpunktes befindet.

Ist die Lust auf weitere Wanderungen in der Nähe von Pillnitz geweckt? In diesem Sinne möchte ich die intensive Rundwanderung (17,3 km) empfehlen, die am Triebenberg beginnt, zu den Hohen Brücken und hinab bis zum Pillnitzer Elbufer führt. Rückzu geht es durch den Friedrichsgrund und hinauf zum Borsberg.

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