Hüttertal, Spiegelung am Ufer der Großen Röder

Durch das Hüttertal bei Radeberg bis zum Felixturm

Zu Beginn des vergangenen Jahres habe ich bereits das Hüttertal und den Wanderweg entlang der Großen Röder unter die Lupe genommen. Im Kontrast zur winterlichen Schneedecke, erstrahlt das Tal derzeit in satten Grüntönen. Der etwa sechs Kilometer lange Rundweg beginnt und endet am Schloss Klippenstein. Auch in den warmen Monaten gibt es auf dem Weg durch das wildromantische Tal und bis zum Felixturm allerhand Motive zu entdecken.

Wanderung am Flusslauf der Großen Röder. Von Schloss Klippenstein bis zum Felixturm.

Unterwegs sind zwei historische Mühlen zu sehen, die Schlossmühle und die Hüttermühle. Vor Radebergs ältester Mühle, der Schlossmühle, ziehen derzeit Elemente eines historischen Einfach-Walzenstuhls die Blicke auf sich. Er wurde um 1910 erbaut und diente dem Müller einst zum Schroten von Getreide. Aber auch die alte Wehranlage am Alten Stadtbad lädt zur gedanklichen Reise in die Vergangenheit ein: früher nutzten die Bewohner Radebergs und die Mühlenbesitzer die Stauanlagen vor den Mühlgräben zum Baden. Heute ist es ziemlich ruhig hier, nur hin und wieder kommt ein Spaziergänger entgegen.

Besonders schön finde ich den urigen Uferbereich der Großen Röder. Mit leichtem Rauschen schlängelt sich der kleine Fluss durch das Tal. An vielen Stellen spiegeln sich Lichter des Himmels und die großen Bäume auf der Wasseroberfläche. Für einen Abstecher zum Felixturm bin ich vom Hauptweg nach links abgebogen. Der Pfad führt hinauf bis zum Turm, dann geht es auf gut befestigtem Weg nach rechts weiter zum Storchennest bei Wallroda. Anschließend entlang der Weiden und dem Flusslauf folgend, wieder zurück durch das Tal bis nach Radeberg. Im letzten Teil der Runde lohnt sich noch ein kurzer Abzweig. Dabei geht es rechter Hand den Hang hinauf und oberhalb des Hauptweges bis zu einem Plateau, an dem sich eine markante Figur aus Holz befindet. Der „Tornadomann“ erinnert an einen heftigen Sturm, der im Jahr 2010 das Tal stark verwüstete.

Für einen kleinen Ausflug gefällt mir das Hüttertal, das sich über drei Kilometer zwischen Radeberg und Wallroda erstreckt, immer wieder sehr. Auch ein Besuch der Ausstellungen im Schloss Klippenstein ist zu empfehlen: wer sich für historische Architektur, die Radeberger Stadtgeschichte oder zeitgenössische Kunst interessiert, wird hier sicher fündig.

Der Felixturm diente übrigens, im Rahmen der Königlich-Sächsischen Triangulation, als Vermessungspunkt 2. Ordnung. Die Vermessungssäule ist leider beim einem Blitzeinschlag im Jahr 1918 zerstört worden.

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ulrich Pankotsch
    18. Juni 2018 23:58

    Gerade vor kurzem mit Freunden selber gegangen. Das Tal ist ganz nett. Am besten finde ich wie beschrieben bei einem kurzem Ausflug direkt im Tal zurückzulaufen. Und unbedingt ins Museum/Schloss Klippenstein in Radeberg gehen – der aktuelle Schlossherr ist mein Nachbar. Er muss Frau und Kinder ernähren ;-). Der Schloßteich davor wird gerade saniert und ein aufmerksamer Nachbar mit Garten daneben kann ganz viel dazu erzählen.
    Eis und Kuchen kann man ganz gut am Markt essen.
    Die scheinbaren Wege von der S177-Kreuzung am OA Radeberg zurück ins Tal sind doch sehr zeckenlastig, auch wenn unterwegs ein Imker sein Grundstück hat.
    Also vom Felixturm (Domizil von Amateurfunkern) weiter nach Wallroda und im Tal zurück.
    Den anderen Funkmast im Gebiet für den Feuerwehr- und Rettungsdienstfunk in der Stadtrandsiedlung (51°07’39.0″N 13°57’22.3″E) habe ich übrigens in den 90er Jahren mal gebaut.

    Antworten
    • Da hast Du Recht: das Museum Schloss Klippenstein muss ich auch unbedingt bis zum Herbst noch einmal ansehen!! Eine gelungene Ausstellung zur Stadtgeschichte und schöne Räumlichkeiten. Die Leiterin Katja Altmann hat eine sehr herzliche Art und setzt sich unter anderem dafür ein, das Schloss Klippenstein auch für ein jüngeres Publikum interessant zu gestalten.

      Antworten
  • Ulrich Pankotsch
    19. Juni 2018 0:17

    Ach so vergessen,
    der bessere Bäcker in Radeberg ist wohl Leipold, aber nicht zu vergleichen mit Scheinert Thomas am Weißen Adler. Das ist das Maß aller Dinge.

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