Im Hüttertal, Wanderweg an der Großen Röder

Winterspaziergang im Hüttertal bei Radeberg

Dem Flusslauf der Großen Röder folgend. Rundweg im Hüttertal von Radeberg nach Wallroda und zurück.

Nordöstlich der Dresdner Heide befindet sich die Stadt Radeberg, die besonders für ihr Bier bekannt ist, aber auch einige historische Besonderheiten zu bieten hat. Wir starten unseren Ausflug am Schloss Klippenstein und wandern durch das schöne Hüttertal in Richtung Wallroda (und zurück). Der Rundweg umfasst etwa 6,2 Kilometer und führt uns zunächst flussaufwärts der Großen Röder entlang. Unterwegs erfahren wir auf zahlreichen Schautafeln lehrreiche Details über die einheimischen Tiere und Pflanzen, sowie über Personen der Region. Seit 1954 ist das Hüttertal als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Nach einem Blick auf die Wanderkarte starten wir nun gleich den Rundweg.

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Vom Schloss Klippenstein zur ältesten Mühle Radebergs

An der Kreuzung von Langbeinstraße und Schloßstraße haben wir eine wunderbare Sicht auf das Schloss Klippenstein und den mit Schnee bedeckten Teich. Wir folgen nun der Schloßstraße und halten uns an der ersten Weggabelung rechts, sodass wir bald die älteste Mühle der Stadt erreichen. Die Schlossmühle, auch Hofemühle genannt, wurde das erste Mal im Jahr 1445 urkundlich erwähnt und steht heute unter Denkmalschutz. Bis 1996 wurde hier Getreide gemahlen. Nachdem große Bereiche restauriert worden sind, ist sie seit dem Deutschen Mühlentag 2010 für Besucher zugänglich und zeugt von einem traditionsreichen Handwerk.

Weiter zur “Toten Frau” und zum “Grünen Klassenzimmer”

Wir folgen weiter dem Flusslauf der Großen Röder und erreichen bald eine markante Felswand, an der eine grüne Tafel an die aus Pulsnitz stammende Botenfrau Christiane Müller erinnert. Während eines Schneesturmes im März 1756 verirrte sie sich hier und stürzte den Fels hinunter. Seit dem trägt die Felsklippe den Namen „Tote Frau“.
Die ersten zwei Kilometer sind fast geschafft und wir sind nun der Hüttermühle mit ihrer schönen Teichanlage ganz nah. Direkt am Hüttermühlenteich befindet sich das „Grüne Klassenzimmer“. Dabei handelt es sich um einen Treffpunkt mit überdachten Sitzen, Schautafeln und einer Lagerfeuerstelle. Im Rahmen von Exkursionen, kann also hier der Unterricht im Freien stattfinden. Gleich gegenüber sehen wir einen Gedenkstein aus Sandstein, der an den Müller Johann Gottfried Arnold erinnert. Er trägt auf seiner Vorderseite folgende Inschrift: „Dem Fleiße des guten Landwirtes und der Geschicklichkeit des Müllers Gottfried Arnhold zu seinem Andenken gewidmet von seinem Nachbarn H.L.B. v. Fröden, 1790“.

Zum Felixturm und Rückweg nach Radeberg

Hinter dem Gelände der Hüttermühle erreichen wir kurz darauf eine große Wiese, die seit 1973 vom Radeberger Sportverein als Anlage zum Bogenschießen genutzt wird. Weiter geht es, bis wir nach knapp drei Kilometern im kleinen Ort Wallroda ankommen. Nun biegen wir nach links auf den Felixturmweg. Wie der Name schon sagt, führt uns der Weg zum Felixturm, den wir nach insgesamt 4 Kilometern in Augenschein nehmen können. Dabei handelt es sich um einen 16 Meter hohen, denkmalgeschützten Turm aus Granit, der sich auf dem Schafberg befindet. Wir queren die Wiese und steigen einen schmalen Weg hinab. Bald gelangen wir wieder zum gut befestigten Wanderweg an der Röder und leiten damit den Rückweg nach Radeberg ein. An der Brücke zur Hüttermühle befinden sich übrigens zwei weitere Gedenktafeln: Die eine Tafel erinnert an den Uhrmachermeister Helmut Müller, der sich für den Ausbau und die Erhaltung des markierten Wanderwegnetzes im Radeberger Umland engagierte. Die andere Tafel ehrt den 1896 in Radeberg geborenen Naturforscher, Tierpräparator und Autor Max Hinsche. Vom leichten Rauschen des Wassers lassen wir uns zurück zu unserem Ausgangspunkt leiten und erreichen nach etwas mehr als sechs Kilometern wieder die Stadt Radeberg.

Das Hüttertal ist zwar ein recht kleines Waldgebiet, eignet sich aber wunderbar für Spaziergänge und Exkursionen. Darüber hinaus ist das Hüttertal ein Teil des rot markierten Fernwanderweges „Lausitzer Schlange“, der von der Dresdner Heide bis hin zum Senftenberger See verläuft. Wer sich für regionale Geschichte oder die sächsische Tier- und Pflanzenwelt interessiert, der wird hier auf alle Fälle fündig!

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