Aussicht von der Kleinen Bastei in Richtung Zirkelstein und Kaiserkrone

Kaiserkrone und Zirkelstein – die zwei kleinen Tafelberge bei Schöna

Die zwei „Kleinen“ von gegenüber: Beim Wandern in den Schrammsteinen und Affensteinen sind mir jedes Mal beim Blick auf die andere Elbseite zwei kleine und dennoch markante Erhebungen aufgefallen. Der Zirkelstein und die Kaiserkrone. So winzig sie auch in der Ferne wirken mögen, wollte ich sie doch einmal aus nächster Nähe erleben. Das Titelbild zeigt die Sicht von der Kleinen Bastei in Richtung Zirkelstein und Kaiserkrone.

Wie wird wohl der Ausblick auf die Schrammsteine und die umliegenden Tafelberge sein? Diese Frage war für mich ein guter Anlass, um eine gemütliche Wanderung zu unternehmen. Es hat sich gelohnt, denn ich habe den Weitblick von den Gipfeln des Zirkelstein und der Kaiserkrone ganz ausgiebig auf mich wirken lassen.

Ausgehend von Schöna sind die beiden Tafelberge gut erreichbar. Mit der S-Bahn bietet sich der Ausstieg am Haltepunkt Schmilka-Hirschmühle an, dann erfolgt der Aufstieg über den Aschersteig nach Schöna. Die weite Ebene bei Schöna ist geprägt von Wiesen und Feldern. Am Fuße der beiden Berge führt jeweils ein breiter Wanderweg durch dichten Wald und über Stufen hinauf. Im oberen Bereich der Aufstiege befinden sich jeweils Eisenleitern, über die man hinauf bis zum Gipfel gelangt. Da das gesamte Gebiet übersichtlich und sehr gut mit Wegweisern ausgeschildert ist, verzichte ich auf eine detaillierte Wegbeschreibung.

Kaiserkrone 355 m

Die Kaiserkrone ist ein stark zerklüfteter Rest eines Tafelberges, der erst im Jahr 1885 für den Tourismus erschlossen wurde. Ihr Gipfel gliedert sich in drei Teilbereiche mit toller Aussicht, die durch Stufen und Leitern miteinander verbunden sind. Obwohl die Kaiserkrone stark bewaldet ist, bietet sich von den drei Sandstein-Plateaus eine beeindruckende Weitsicht in die Landschaft.
Der Aufstieg auf die Kaiserkrone liegt auf dem Caspar David Friedrich Weg, der zwischen Schöna und Krippen verläuft und sich am Malerweg orientiert. Vom Gipfel aus sind mit Papststein, Gohrisch, Kleinhennersdorfer Stein, Pfaffenstein, Festung Königstein und Lilienstein die wohl bekanntesten Tafelberge im Westen zu sehen. Im Südwesten erstrecken die beiden Zschirnsteine. Am eindrucksvollsten finde ich die langgestreckte Felsenkette im Norden (Schrammsteine und Affensteine sowie Großer Winterberg). Im Osten erheben sich Berge der Böhmischen Schweiz und im Süden befindet sich der Zirkelstein.

Zirkelstein 385 m

Von seiner Formgebung hat sich der Maler Caspar David Friedrich inspirieren lassen und verewigte den Zirkelstein in seinem berühmten Gemälde von 1813 : „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Hinsichtlich seines geringen Umfangs ist der Zirkelstein der kleinste Tafelberg in der Sächsischen Schweiz. Seinen Namen verdankt er ganz sicher der charakteristischen Felskuppe, die aus dem Wald aufragt und (in Kombination mit dem bewaldeten Felsfuß) ein Bisschen an die Form eines Zirkels erinnert.

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