Aufstieg am Johannisturm - AW Variante, Klettern im Bielatal

Vier Gipfel im Bielatal – Klettern im Gebiet der Türme und Felsnadeln

Dem Bielatal mit seinen faszinierenden Felsentürmen und Felsnadeln habe ich bislang noch gar keine Aufmerksamkeit geschenkt! Das sollte sich mit unserem Kletterausflug ändern, bei dem wir vier Gipfel erklommen haben. Herzlicher Dank gilt Jan und Uli fürs Vorsteigen und Sichern! Lieben Dank an Dirk fürs Fotografieren! Mit ihren guten Griffen und bestehend aus einem relativ festen Sandstein, haben mir alle Kletterwege sehr gefallen. Das Bielatal hat eine besonders hohe Anzahl an Klettergipfeln zu bieten, in Summe sind es etwa 249.

Im schönen Bielatal. Das waren unsere Gipfel & Kletterwege im Überblick:

1. Bielawächter – Südkante IV
2. Schusterturm – AW**II
3. Johannisturm – AW Variante III
4. Schiefe Zacke – Nordwand *III

1. Bielawächter – Südkante IV.

So haben wir uns als erstes die Südkante am Bielawächter vorgeknöpft, die ich besonders im Einstieg etwas kniffelig und schwieriger als IV fand. Im weiteren Verlauf ging der Weg gut zu klettern und stellte insgesamt eine schöne Herausforderung dar. Das Erreichen des Gipfels wird mit einem tollen Blick auf die gegenüberliegende Talseite belohnt. Für meinen Geschmack der beste und anspruchsvollste Aufstieg des Tages! Einfach toll, daher fehlen mir die Worte.

2. Schusterturm – AW**II

Gleich nebenan befindet sich der Schusterturm, der im Gegenlicht ganz dunkel wirkt. Die meisten Motive beim Aufsteigen am Bielawächter sind übrigens von einem höher gelegenen Felsblock entstanden. Dieser befindet sich im unteren Bereich des Schusterturmes. Für den Einstieg in den Alten Weg am Schusterturm muss man also ein paar Meter an den Felsblöcken hinaufkraxeln und findet dann links eine gut strukturierte Wand, die (in zwei Etappen) hinauf zum Gipfel führt. Beim Aufstieg gibt es zahlreiche Positionen, in denen man entspannt stehen kann. So geht es zuerst garade hinauf bis zur ersten Abseilöse und auf dem Grat nach rechts. Dann noch ein kurzes Stück weiter hinauf bis zum Gipfelbuch. Dort befindet sich auch die zweite Abseilöse. Das Abseilen erfolgt ebenso in zwei Schritten. Für mich war es ein passender Weg zum Üben und nicht zu schwierig.

3. Johannisturm – AW Variante III

Dann ging es weiter auf kleinen Pfaden in Richtung der Johanniswacht. Bevor man über Treppenstufen hinauf zur Aussicht gelangt, fällt links ein frei stehender Felsen auf, der beinahe wie eine Skulptur wirkt. Von der Johanniswacht aus bietet sich aufs Neue ein schöner Weitblick über das Bielatal. Einen ganz ähnlichen Namen wie die Aussicht trägt auch ein benachbarter Klettergipfel: der Johannisturm, der sich etwas unterhalb befindet und über einen schmalen Pfad erreichbar ist. Dabei führt der Weg durch ein enges Felsentor. Schwere Felsblöcke klemmen zwischen den Wänden und lassen nur einen ganz schmalen Durchgang.

Am Fuße des Johannisturmes angekommen, kann man sich gut am Verlauf des Riß orientieren und sieht hoch oben die Abeilöse im Sonnenlicht glitzern. Entlang der Riß-Struktur führt der Alte Weg zuerst nahezu lotrecht hinauf. Anstatt im oberen Abschnitt nach links im Kamin zu hinauf zu klettern, habe ich mich lieber für die Variante rechts an der Wand entschieden. Mit dem Kaminklettern stehe ich nämlich noch etwas auf Kriegsfuß. Dann ist es nicht weit weit bis zum Gipfel und der dritte Aufstieg ist geschafft!

4. Schiefe Zacke – Nordwand *III

Zum Abschluss sind wir auf die gegenüber liegende Seite des Tales und in Richtung der Herkulessäulen gewandert. Dabei führte der mit einem grünen Dreieck markierte Bergpfad hinauf zu den zwei markantesten Felsen im Bielatal.
Während wir bei den ersten drei Kletterfelsen ziemlich allein unterwegs gewesen sind, tummelten sich in der Nähe der beiden Herkulessäulen zahlreiche Kletterer und Wanderer. Mit sicherem Boden unter den Füßen, faszinierten mich die schlanken Felsen in diesem Gebiet sehr! Ein Gipfel sollte es für heute noch sein! Also entschieden wir uns für die Schiefe Zacke. Rechts vom Kletterfelsen befindet sich übrigens eine tolle Wurzel, die vor dem Aufstieg unbedingt noch als Modell herhalten musste.

Ähnlich wie bereits am Schusterturm, sind auch an der Schiefen Zacke die ersten Meter ohne Sicherung gut erreichbar. Über Felsblöcke führt der Weg hinauf bis zu einer Birke am Felsen. An dieser Stelle beginnt der eigentliche Aufstieg. Dabei geht es wieder an einer gut strukturierten Felswand hinauf. Ein kleines Stück unterhalb der höchsten Erhebung befinden sich das Gipfelbuch und die Abseilöse. Ein lohnender und nicht zu schwieriger Weg für den Endspurt, der definitiv meine Neugier auf weitere Gipfel im Bielatal geweckt hat!

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