Klettern am Schusterweg, Falkenstein in der Sächsischen Schweiz

Falkenstein und Schrammsteine

Klettern am Falkenstein, Schusterweg.

Morgensonne lacht – und auf geht es zum Klettern in die Hintere Sächsische Schweiz. Die eindrucksvolle Felskette der Schrammsteine bietet zahlreiche Kletterwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Zuerst führt uns der Weg zum Falkenstein, einem einzeln stehenden Felsen im Nordwesten des Schrammstein-Massivs. Ein Paradies für Motivjäger, denn der Sandstein besitzt hier eine ganz besondere Formgebung. Über den Schießgrund und die Kletterzustiege ist er ganz bequem erreichbar. Am Fuße der Ostwand fällt ein Kletterweg auf, der als Klassiker im Elbsandsteingebirge gilt. Der Schusterweg **III fasziniert nicht nur durch seine Gesamtlänge, sondern wird als sehr abwechslungsreich beschrieben. Er ist mit zwei Sternchen als schöner Weg bezeichnet. Auf jeden Fall lohnt sich zeitiges Aufstehen, um am Einstieg keine Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen.

Wie bereits beim letzten Kletterausflug zum Gamrig, hat Uli eine interessante Wegstrecke ausgewählt und ist am Fels vorweg gestiegen. Nun stand nur noch die Frage im Raum, ob wir uns an diesem sonnigen Tag den kompletten Schusterweg oder mehrere kleinere Wege vornehmen sollten. Wir entschieden uns für Letzteres und so sind wir bis kurz unter der Porzellankante geklettert. Der erste Abschnitt hat mir sehr gefallen und zweifellos die Neugier geweckt, auch bald einmal den gesamten Schusterweg am Falkenstein zu entdecken.

Klettern am Spitzen Turm, Löschnerwand.

Weiter ging es auf dem Elbleitenweg zum zweiten Tagesziel, dem Spitzen Turm. Hier haben wir uns die Löschnerwand **IV vorgenommen, die wunderbar und flott zu klettern ging. Ebenfalls ein schöner Weg, der seiner Kennzeichnung mit zwei Sternchen gerecht wird. Parallel konnten wir eine andere Gruppe beobachten, die am Südkamin II geklettert ist. Auffallend am Spitzen Turm ist die Farbe des Sandsteins, die teils ganz dunkel und teils gelb-orange erscheint. Vom Gipfel schweift der Blick auf die umliegenden Kletterfelsen, wie Max und Moritz oder Bierdeckel und Flasche.

Weitblick vom Müllerstein, Kaminvariante Neuer Weg.

Anschließend führte uns der Weg weiter zum dritten Ziel, dem Müllerstein. Den wollte ich mir, insbesondere wegen seines Namens, nicht entgehen lassen. Auf dem Wildschützensteig und Kletterzustiegen erreichten wir ein kleines Plateau mit faszinierender Aussicht auf die Wildwiese und die Affensteine im Osten. In westliche Richtung blickt man zum Mittleren Torstein und zu einer markanten Felsnadel, die den Namen Tante trägt. Durch einen Kamin hindurch führt der Alte Weg *I oder *II hinauf auf den zerklüfteten Gipfel des Müllersteins. Auch wenn die Schwierigkeit „nur“ bei I oder II liegt, erforderte das zweimalige Übertreten zwischen den Felsen (mit Blick in die Tiefe) doch etwas Überwindung, um schließlich zum Gipfelbuch gelangen zu können. Im Gegenzug war aber der Rundumblick in die Landschaft traumhaft. Dirk hat wieder ausgewählte Momente beim Klettern festgehalten. Beim anschließenden Wandern habe ich mich aufs Neue den Landschaftsmotiven gewidmet.

Wanderung zum Frühstücksplatz.

Nach dem Klettervergnügen haben wir, wie gesagt, noch einen Abstecher zum „Frühstücksplatz“ unternommen. Dabei handelt es sich um einen Aussichtspunkt unterhalb der Schrammsteinaussicht und abseits der Touristenströme. Sicher eignet er sich auch gut für ein Frühstück im Freien. Auf dem Weg in Richtung Schrammsteinaussicht, kurz vor den Eisenleitern, zweigt der kleine Pfad nach links ab. Darauf geht es ein Stück hinunter, dann weiter bis zum Kletterfelsen Onkel, durch eine Schlucht hindurch und an der Tante vorbei. So ist das Plateau zügig erreichbar und zu beiden Seiten des Weges befinden sich die schroffen Felsen der Schrammsteinkette. Vom Frühstücksplatz blickt man hinab in das Elbtal und nach Westen in die Vordere Sächsische Schweiz (markante Tafelberge sind Königstein und Lilienstein). In südöstlicher Richtung sind Kaiserkrone, Zirkelstein und die Stadt Schmilka zu erkennen. Im August blüht hier das Heidekraut in zartem violett und eine Pause auf dem Sandstein, mit Blick in die Weite, ist hier absolut empfehlenswert. Schließlich wurde es Zeit, zurück bis zum Parkplatz am Schießgrund zu wandern (Zahnsgrund, nahe Postelwitz) und auf der B172 den Rückweg in Richtung Dresden anzutreten.

Insgesamt ein gelungener Tag, bei dem ich wieder ein paar neue Blickwinkel entdeckt habe. Danke an den Kletterführer und für die Aufnahmen beim Klettern, auf dass dieser Beitrag entstehen konnte.

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