An der Prießnitz, Winterwald

Langlauf – entlang der Prießnitz durch die Dresdner Heide

Dresdner Heide

Von Radeberg bis zur Heidemühle, weiter im Prießnitztal bis in die Dresdner Neustadt.

Im Januar 2017 verwandelt sich die Dresdner Heide in eine traumhaft weiße Landschaft. Boden und Zweige sind von einer dicken Schneeschicht bedeckt. Der perfekte Moment, um die Langlauf-Ausrüstung vom Staub zu befreien und die Natur mit allen Sinnen zu genießen! Wie wäre es, die Dresdner Heide von Radeberg aus in Richtung Westen bzw. Südwesten zu durchqueren? Für alle Fälle wird es im Verlauf der Strecke zwei zentrale Punkte geben, die für einen alternativen Ein- oder Ausstieg genutzt werden können. Die Unternehmung wird in ihrer längsten Variante insgesamt 20,65 Kilometer umfassen.

Wer lieber eine kürzere Distanz bevorzugt, der kann die Ski entweder nach 7,5 Kilometern an der Heidemühle oder nach 12,74 Kilometern am Nesselgrundweg in Dresden-Klotzsche abschnallen. Die recht breiten Wege sind gut befestigt und eignen sich sowohl für klassischen Langlauf, aber auch für den Skating-Fahrstil. Auf dem Weg vom relativ hoch gelegenen Radebeg in die Dresdner Senke fährt man überwiegend leicht bergab und kann hierbei recht bequem ein gutes Tempo halten. Steile Anstiege oder Abfahrten gibt es keine – lediglich kurz vor Erreichen des kleinen Wasserfalles der Prießnitz nimmt das Gefälle etwas zu.
An vier zentralen Hauptpunkten gibt es eine Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. Da es sich hier um keinen Rundweg handelt, empfiehlt es sich, den Rückweg bis nach Hause gut zu planen.

Punkt 1: Bahnhof Radeberg (Anbindung an Bus und Bahn)
Punkt 2: Heidemühle, Radeberger Landstraße (Buslinie 305)
Punkt 3: über den Nesselgrundweg zur Königsbrücker Landstraße (Straßenbahn 7) oder zum Bahnhof Klotzsche
Punkt 4: Dresden-Neustadt, Verkehrsknoten am Albertplatz oder Bahnhof Neustadt

Zur Orientierung noch ein Blick auf die Karte, dann kann es losgehen!

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Erster Abschnitt: vom Radeberger Bahnhof bis zur Heidemühle

Wir starten also am Busbahnhof Radeberg und gelangen über die Seitenstraße „Am Bahnhof“ auf die Straße des Friedens. Hier biegen wir links ab und erreichen über die Heinrich-Gläser-Straße bald die Heidestraße, in die wir nach rechts einbiegen. Wir folgen ein Stück der Heidestraße und wenden uns dann nach links in die Forststraße. Nach 1,45 Kilometern Fußmarsch erreichen wir an einer kleinen Gartenanlage die Alte Vier und starten den Langlauf. Kurz darauf betreten wir die Heide und erreichen nach 2 Kilometern die Kreuzung mit dem geradlinigen C-Flügel, in den wir nach rechts abbiegen. Nach insgesamt 4 Kilometern nehmen wir den Weißiger Weg und kommen bald an einer großen Kreuzung mit Rastplatz an. Hier halten wir uns scharf rechts, folgen dem Neuen Weg und damit auch dem Flusslauf der Pießnitz bis zur Radeberger Landstraße. Nach 7,5 Kilometern ist es Zeit für ein erstes Päuschen – alternativ starten wir hier unsere Tour. Nahe der Heidemühle befindet sich eine Haltestelle der Buslinie 305, sowie ein öffentlicher Parkplatz.

Zweiter Abschnitt: flussabwärts der Prießnitz entlang bis zum Wasserfall

Seid ihr fit für den nächsten Teil der Strecke? Dann überqueren wir die Radeberger Landstraße und setzen unseren Langlauf auf dem Gänsefuß fort. Gleich neben dem roten Gebäude an der Straße befindet sich ein großer Wegweiser. Wir folgen ein Stück dem Gänsefuß und biegen kurz darauf links in die schöne Prießnitztalstraße ab, auf der wir uns vorerst in Richtung Nordwesten und damit nach Dresden-Klotzsche bewegen. Hierbei kommen wir an mehreren historischen Steinbrücken und am bekannten Prießnitz-Wasserfall vorbei. Zuerst sehen wir auf der linken Seite die denkmalgeschützte Schwedenbrücke, die im Jahr 1841 erbaut und 1998 restauriert worden ist. Ihr Name erinnert an die Schweden, die während des Dreißigjährigen Krieges an dieser Stelle ihr Lager aufschlugen.

Weiter geht es zur Kannenhenkelbrücke, an der sich ein Rastplatz und eine ausführliche Beschilderung befinden. Wir setzen unseren Weg durch die Heide fort und kommen an der Wettinsäule (Aufstieg rechts, Alte Zwei) sowie an der Melzerquelle mit Aufstieg zur Ludensruh, die sich links des Weges befindet, vorbei. Dem kurvenreichen Verlauf des Weges an der Prießnitz folgend, erreichen wir bald einen Wasserfall. Der bekannte Prießnitz-Wasserfall ist vom Hauptweg aus noch nicht zu sehen, jedoch über einen schmalen Nebenweg auf der linken Seite schnell erreichbar. Obwohl er deutlich kleiner ist, als sein Name zunächst vermuten lässt, lohnt sich der kurze Umweg! An diesem sehr idyllisch gelegenen Rastplatz am Flussufer verliert Zeitdruck seine Bedeutung und in einer schön gestalteten Holzhütte können wir eine Pause einlegen.

Dritter Abschnitt: zum Nesselgrundweg und alternatives Ziel in Dresden-Klotzsche

Sollten nun die Kräfte nachlassen, empfiehlt es sich, die Heide nach einem Endspurt in Dresden-Klotzsche zu verlassen. Wir folgen dazu weiter der Prießnitztalstraße und können nach insgesamt 12,74 Kilometern rechts auf den Nesselgrundweg abbiegen. Dieser führt direkt zur Königsbrücker Landstraße und der Bahnhof ist ebenfalls nicht weit entfernt.

Vierter Abschnitt: weiterhin entlang der Prießnitz in die Dresdner Neustadt

Wer aber noch etwas Energie besitzt, der bleibt weiterhin auf der Prießnitztalstraße und biegt anschließend nach etwa 13,5 Kilometern in den Prießnitzgrundweg, der in südwestliche Richtung nach Dresden-Neustadt führt. Nach nunmehr 18,5 Kilometern erreichen wir die ersten Wohnhäuser „An der Prießnitz“ und bald sind wir am Alaunpark. Fast geschafft! Über den Bischofsweg und die Königsbrüker Straße gelangen wir nach 20,65 Kilometern zum Ziel am Albertplatz.

An den wenigen schneereichen Tagen des Jahres finde ich die weiße Dresdner Heide ganz besonders reizvoll. Unabhängig davon macht die Stecke auch zu Fuß oder mit dem Mountainbike viel Spaß! In jedem Fall wünsche ich Euch viel Freude beim Entdecken und ggf. einen leichten Muskelkater. 😉

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