Ausblick vom Lilienstein auf die Festung Königstein

Lilienstein Wanderungen, Teil 1

Varianten, um den Lilienstein und seine Umgebung zu erkunden.

Der Lilienstein gilt wegen seiner markanten Form und der wunderbaren Ausblicke, die sich von seinem Gipfelplateau in die weite Landschaft bieten, als Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Zusammen mit dem geschwungenen Band der Elbe bildet der Tafelberg das Logo des Nationalparks Sächsische Schweiz. In jedem Fall gehört der Lilienstein zu meinen Lieblingszielen zum Wandern im Elbsandsteingebirge, weshalb ich ihm schon mehrere Berichte gewidmet habe. In diesem Beitrag, sowie im 2. Teil des Berichts, möchte ich drei verschiedene Wegstrecken näher betrachten, auf denen man den Lilienstein und seine schöne Umgebung erkunden kann.

1. Wanderung:

Lilienstein, Gamrig und Bastei.

Der Aufstieg zum Lilienstein lässt sich sehr gut mit einer Wanderung in den Kurort Rathen und am Ufer der Elbe kombinieren. Wenn man mit der S-Bahn in die Sächsische Schweiz reist, dann müssen der Ausgangs- und Zielpunkt nicht unbedingt identisch sein. In diesem Sinne möchte ich eine Route vorstellen, die ausgehend von Königstein, auf den Lilienstein, über Waltersdorf zum Gamrig, hinab in den Kurort Rathen, hinauf zu den Aussichtspunkten der Bastei, über die Schwedenlöcher in den Amselgrund und zurück in den Kurort Rathen führt (ca. 15 km). Darüber hinaus kann die Strecke mit dem Rückweg entlang der Elbe von Rathen nach Halbestadt zu einem Rundweg erweitert werden (ca. 21 km). Die abwechslungsreiche Strecke verbindet gut ausgeschilderte Wanderwege mit idyllischen Waldpfaden und Abschnitten entlang der Dorfstraßen. Es gibt einige Anstiege zu überwinden, die zweifellos mit tollen Aussichten in das Elbsandsteingebirge belohnt werden. Für die ausgedehnte Wanderung ist gute Kondition erforderlich.

Über die Wanderung zur Bastei habe ich im letzten Beitrag ausführlich berichtet. Inspiriert von den Aussichten auf die Felsen und in das Tal der Elbe, möchte ich die Bastei-Wanderung hiermit noch einmal aufgreifen und als sehr reizvollen Abschnitt in die hier beschriebene Strecke einbinden.

Aufstieg von Königstein nach Ebenheit und Südaufstieg auf den Lilienstein.

Nach der Anreise mit der S-Bahn bis zur Station Königstein soll die Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe erfolgen. Der Lilienstein ist nämlich der einzige Tafelberg, der sich „rechts“ der Elbe befindet. Ganz in der Nähe der Haltestelle ist auch der Fähranleger zu finden. Mit der Fähre gelangt man bequem an das andere Ufer der Elbe. Ausgehend vom Elbufer in Halbestadt halten wir uns erst links und nehmen gleich darauf den Wanderweg, der nach rechts abzweigt und den bewaldeten Hang hinauf in Richtung der Südseite des Liliensteins führt. Nach den Herbergen halten wir uns links, um in den Ortsteil Ebenheit hinaufzuwandern. Anschließend geht es geradewegs weiter über das Feld, bis wir den bewaldeten Felsfuß des Lilienstein erreichen. Dort beginnt auch der Südaufstieg, der über zahlreiche Treppen hinauf auf das zerklüftete Gipfelplateau und zu den Aussichtspunkten führt.

Über das Gipfelplateau des Lilienstein, Nordabstieg, Waltersdorf und Gamrig.

Oben angekommen, biegen wir links ab, um die Westaussicht zu erreichen. Durch die fortschreitende Verwitterung ist der Tafelberg teilweise sehr zerklüftet, sodass insbesondere im Bereich der westlichen Aussichtspunkte zahlreiche Metalltreppen und Leitern angebracht wurden. Nun empfiehlt es sich, das Gipfelplateau des Lilienstein in östliche Richtung zu erwandern, wobei die Aussicht in Richtung der Festung Königstein im Süden nahezu allgegenwärtig ist. Da sich vom Plateau des Lilienstein ein ganz hervorragender Weitblick in alle Himmelsrichtungen bietet, wurde dieser Vorteil auch im Rahmen der Königlich-Sächsischen Triangulation erkannt und ein Vermessungspunkt zweiter Ordnung errichtet. Eine kleine Steinsäule markiert diesen Punkt und erinnert an die damalige Technik der Landvermessung.

Nach der Erkundung der Aussichtspunkte soll es auf dem Nordabstieg wieder hinab gehen und mit einem Abzweig nach links führen wir die Wanderung auf den Kirchweg in nördliche Richtung fort. Nach einem Abschnitt, der entlang der Liliensteinstraße und durch die Ortschaft Waltersdorf führt, geht es auf der Rathener Str. weiter bis zum Gamrig. Auf dem Gamrigweg ist das Plateau des Felsen zügig erreichbar und es bietet sich erneut eine wunderbare Panorama-Aussicht in die weite Landschaft.

Kurort Rathen, Bastei, Amselgrund und Elbufer.

Nach dem Abstieg setzen wir die Wanderung auf der Rathener Str. fort und folgen dem Verlauf der Straße namens Waltersdorfer Berg, auf der wir hinab in das Tal und damit auch in den Kurort Rathen gelangen. Weiter geht es in der Fußgängerzone „Zum Grünbach“ durch das Ortszentrum und mit einem Abzweig nach rechts in den Amselgrund. Gleich links (in Höhe des Amsegrundschlösschens) beginnt der mit einem blauen Strich markierte Aufstieg zur Bastei und den berühmten Aussichtspunkten. Weiter der blauen Markierung folgend, wandern wir auf dem Gansweg und wählen den Abstieg durch die Schwedenlöcher. So erreichen wir den idyllischen Amselgrund und biegen nach rechts in Richtung Amselsee ab. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ortszentrum von Rathen. Indem wir nochmals nach rechts abbiegen, gelangen wir flott an das Ufer der Elbe, wo sich auch der Fähranleger befindet.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder setzen wir mit der Gierseilfähre auf die andere Elbseite über und beenden den Ausflug an der Bahnstation des Kurort Rathen. Oder wir folgen dem Flusslauf der Elbe (flussaufwärts) und wandern auf dem Kottesteig zurück nach Halbestadt, wo wir mit der Fähre übersetzen und die Wanderung an der Bahnstation Königstein beenden.

Soll es doch lieber eine kürzere Wanderung sein? Hier geht es zum 2. Teil des Berichts.

Gipfel, Natur genießen, Sächsische Schweiz, Triangulationspunkt, Wandern
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