Wanderweg am Ufer der Polenz, nahe der Märzenbecherwiesem im Polenztal

Wanderung am Ufer der Polenz – Polenztalweg

Ein idyllisches Wandergebiet, auch außerhalb der Märzenbecherblüte.

Südöstlich der Burgstadt Stolpen und unweit von Hohnstein, befindet sich das schöne Polenztal. Im Beitrag über die Wanderung vom Hockstein in das Polenztal, habe ich bereits über den mittleren bzw. unteren Bereich des Tales (bis Waltersdorfer Mühle) berichtet. Nun ist der obere Bereich des Polenztales an der Reihe. Bekannt für seine schönen Märzenbecherwiesen, gilt das Tal als beliebtes Ausflugsziel. Zwar muss man während der Sommermonate auf das weiße Blütenmeer verzichten, jedoch ist es hier außerhalb der Blütezeit deutlich ruhiger. An manchen Wochentagen ist man unter Umständen ganz allein auf dem romantischen Polenztalweg unterwegs … und zahlreiche Pflanzenarten sowie Pilze gibt es auch zu entdecken. Der gut befestigte Wanderweg besitzt fast keine Anstiege, sodass einer leichten Tour nichts im Wege stehen sollte. Für meinen Geschmack stellt das Tal der Polenz ein lohnendes Ausflugsziel zum Entspannen dar, insbesondere an warmen Sommertagen.

Gemütlicher Rundweg von Heeselicht durch das obere Polenztal. Der romantische Polenztalweg.

Als Start- und Zielpunkt eignet sich der kleine Parkplatz „Am Markt“ im Ort Heeselicht. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man folgt dem Verlauf der Scheibenmühlenstraße durch den Ort und gelangt direkt zur gleichnamigen Mühle. Oder man zweigt auf den Feldweg (Alte Straße) ab und wandert bis zur Rennstrecke. Entlang der breiten Straße geht es nach links und abwärts bis zur Heeselichtmühle. Hier führt der mit einem roten Punkt markierte Wanderweg durch das Anwesen hindurch – und flussaufwärts erst zur Scheibenmühle, dann weiter zur Bockmühle. Der Weg entlang des Flusses heißt Polenztalweg und ist in Wanderkarten auch als Karl-Lampe-Weg eingezeichnet. Unterwegs gibt es Abschnitte, in denen der Pfad schmaler wird und etwas oberhalb am Hang verläuft.

Nahe der Bockmühle sind die saftigen Wiesen als Naturschutzgebiet ausgeschildert, denn die Vielzahl an wild wachsenden Märzenbechern ist einmalig in Sachsen. Um wieder nach Heeselicht zu gelangen, geht es ein Stück die Straße hinauf (entlang der Markierung mit dem grünen Strich). Am Luschdorfhof führt der Wanderweg nach links über Wiesen und Felder zurück zum Ausgangspunkt. Der Rundweg umfasst etwa 11 km.

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Ein verlassener Ort und Rundwege am Polenztal.

Von der Bockmühle aus, lässt sich die Strecke durch das Tal natürlich noch etwas erweitern. Dabei geht es, der Markierung mit dem roten Punkt folgend, in Richtung des Hohen Birkigt. In Höhe der Bockmühle verläuft der Weg kurz der Straße entlang und dann geht es nach links weiter auf dem idyllischen Wanderweg. Direkt neben der Pension „Haus Sternkopf“ gibt es eine Ruine zu entdecken. Dabei handelt es sich wohlmöglich um die Reste einer alten Mühle, die aber in meiner Karte nicht weiter bezeichnet ist. Nichts desto Trotz ist es ein schöner verlassener Ort, dessen Geschichte mir jedoch verborgen bleibt. Nach dem Haus Sternkopf ist die Knochenmühle recht flott zu erreichen, dann die Waldmühle und schließlich die kleine Ortschaft Polenz.

Der gesamte Wanderweg durch das Polenztal, flussabwärts vom Ort Polenz bis nach Porschdorf nahe der Elbe, umfasst etwas mehr als zwanzig Kilometer. Es bietet sich aber durchaus an, den Polenztalweg in mehreren Etappen zu erwandern und dabei auch die etwas höher gelegenen Wanderziele, wie beispielsweise den Hockstein oder die Brandaussicht, mit einzubeziehen. Auch die Strecke vom Polenztal über den Schindergraben zum historischen Bärengarten und zur Burg Hohnstein ist zu empfehlen.

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