Felsformation nahe der Baumannhöhle am Quirl

Der Tafelberg Quirl mit seinen Höhlen Diebskeller und Baumannhöhle

Sächsische Schweiz

Ganz in der Nähe der bekannten Festung Königstein befindet sich ein bewaldeter und auf den ersten Blick recht unscheinbar wirkender Hügel. Der Quirl. Er besitzt unter allen umliegenden Tafelbergen die größte geschlossene Gipfelfläche. Bis zum Jahr 1865 befanden sich sogar Felder auf dem Plateau. Zudem ist am Fuße des Quirl die größte Schichtfugenhöhle der Sächsischen Schweiz zu finden. Der Diebskeller (auch als Diebshöhle bezeichnet). Ausgehend vom Wanderparkplatz in Pfaffendorf, führt der mit einem grünen Punkt markierte Wanderweg ein Stück aufwärts – und dann nach rechts zum Sportplatz. Mit einem Abzweig nach links ist das Waldgebiet am Quirl schnell erreicht. Folgt man nun dem Wegweiser „roter Punkt“, ist es bis zum eindrucksvollen Diebskeller nicht mehr weit.

Im Diebskeller und vorbei am Eingang zum Atombunker.

Ganz bequem und ohne Kraxelei kann man in die großräumige Höhle hinein laufen und die kühle Stimmung im Inneren des Felsen auf sich wirken lassen. Im vorderen Bereich befindet sich ein großer Tisch aus Stein. Ein Gewölbe aus Sandstein bildet den hinteren, tiefer im Fels liegenden Bereich. Da der Eingang zur Höhle relativ groß ausfällt, kann das Tageslicht bis in die hinteren Bereiche der Höhle gelangen. Eine Lampe ist daher nicht unbedingt notwendig. Das Gestein im Diebskeller besitzt eine sehr interessante Farb- und Formgebung, sodass sich eine ausgiebige Pause zum Erkunden & Fotografieren in jedem Fall lohnt.

Am Tag meines Ausfluges hallte lautes Lachen aus südöstlicher Richtung. Daher folgte ich dem Geräuschpegel und konnte eine Schulklasse im Rahmen ihrer geführten Höhlentour beobachten. Die Teilnehmer krochen aus einem ganz kleinen Felsloch und ich erfuhr, dass es sich dabei um den Höhleneingang zum Atombunker handelt. Robuste Bekleidung, Helm und eine Stirnlampe scheinen bei der Erkundung von Vorteil zu sein.

Kraxelei in der Baumannhöhle.

Danach ließ ich mich aufs Neue von heiterem Kinderlachen locken und erreichte gemeinsam mit einer Familie die nächste Höhle. Unter einem Felsüberhang fielen mir als erstes Sitzgelegenheiten, bestehend aus Holzstämmen, auf. Die eigenartig schön geformten Felsen veranlassten mich zu einer zweiten Foto-Pause und ich bekam den wertvollen Hinweis, hinter welcher Felsspalte sich die Baumannhöhle verbirgt (ein Stück links vom Rastplatz). Mit etwas Kraxelei gelangt man über einen Felsblock in das Innere der kleinen Höhle. Dabei ist eine Stirnlampe zu empfehlen, wobei es auch hier nicht vollständig dunkel ist. Durch Spalte und einen seitlichen Ausgang, durch den man linker Hand nach oben hinausklettern muss, fällt etwas Licht ein.

Auf dem Gipfelplateau des Quirl.

Nach dem Höhlenerlebnis war es an der Zeit, auch den Gipfel des Quirl unter die Lupe zu nehmen. Der direkte und gut ausgeschilderte Aufstieg erfolgt über den Kanonenweg. Jedoch entschied ich mich für einen kleinen Pfad, der den Hang an der Nordostseite hinauf führt und keine Wegmarkierung trägt. Auf Waldpfaden, die quer über das Plateau verlaufen, erreichte ich einen fantastischen Aussichtspunkt an der Südostseite. Der warme Sandstein und ein herrlicher Blick auf den benachbarten Pfaffenstein verlockten zu einer ausgiebigen Gipfelpause. Anschließend wählte ich den breiten Kanonenweg für den Abstieg.

Ein Kurztrip, der sich wunderbar mit der Wanderung zum Pfaffenstein oder auf die Festung Königstein kombinieren lässt. Lohnend für kleine und große Wandermäuse. Wer den Quirlfelsen umrunden möchte, findet mit der Quirlpromenade (roter Punkt) den passenden Wanderweg.

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