blühende Wiesen am Elberadweg bei Rathen

Radtour: Dresdner Heide, Alter Bahndamm, Wehlen, Rathen, Elberadweg

Bei dieser Radrunde habe ich gut befestigte Abschnitte durch die Dresdner Heide, das Schönfelder Hochland und das Elbsandsteingebirge miteinander kombiniert. Die Strecke auf dem „Alten Bahndamm“ hat mir ganz besonders gefallen. Dabei führen asphaltierte Wege durch die Landschaft und durch kleine Ortschaften. Sehr schön sind jetzt im Frühling die in zartem weiß blühenden Obstbäume und das frische Blattgrün anzusehen. Anstatt (wie ich es ursprünglich geplant habe) oberhalb zur Bastei zu radeln, hat es mich nach Lohmen verschlagen. Weiter ging es auf der schönen Kastanienallee nach Dorf Wehlen und von da aus hinab an das Elbufer. Noch ein Stückchen elbaufwärts bis zum Kurort Rathen musste sein, denn so konnte ich die Bastei und den abgebrochenen Fels Wartturm aus der Froschperspektive bestaunen. Für den Rückweg in Richtung Dresden bot sich die bequeme Strecke entlang des Elberadweges an. Über die Grundstraße ging es dann wieder hinauf und durch die idyllische Heide zurück zum Ausgangspunkt in Radeberg. Insgesamt umfasst die Runde 76 km.

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Von Radeberg durch die Dresdner Heide nach Bühlau.

Ausgehend vom nordöstlichen Randbereich der Dresdner Heide, habe ich meine Runde nahe der Tankstelle in Radeberg begonnen (Dresdner Straße, Heidestraße). Auf der Elsa-Fenske-Straße und der Alten Vier, die auch als Stallweg bezeichnet wird, führte mein Weg direkt in das große Waldgebiet. Vom Stallweg bog ich nach rechts auf den geradlinigen A-Flügel und bewegte mich zügig nach Südwesten. Auf dem Nachtflügel (Symbol: NF) und dem Heidemühlweg erreichte ich nach etwa 7 km den südlichen Waldrand. Weiter ging es auf der Ullersdorfer Straße bis zum Straßenbahnhaltepunkt in Bühlau. Danach nahm ich die Quohrener Straße.

Hinauf in das Schönfelder Hochland und Abschnitt auf dem Alten Bahndamm.

Von Bühlau bin ich weiter nach Gönnsdorf, Cunnerdorf und bis nach Schönfeld geradelt. Kilometerstand: 12. Für einen Zwischenstopp sind der Gönnsdorfer Park oder das Schloß Schönfeld zu empfehlen. Darüber habe ich bereits bei dieser Radtour berichtet und die Fotopause auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Nach dem Ort Schönfeld bin ich nach links auf die Borsbergstraße und die Bühlauer Straße in Richtung der Ortschaft Schullwitz abgebogen.

Einer der schönsten Wege im Hochland ist übrigens der „Alte Bahndamm“. Dabei handelt es sich um einen Radweg, der entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen Weißig und Dürrröhrsdorf verläuft. Die Bahnstrecke war in den Jahren von 1908 bis 1951 in Betrieb und umfasste folgende Stationen: Weißig – Cunnersdorf – Schönfeld – Schullwitz – Eschdorf – Wünschendorf – Porschendorf – Dürrröhrsdorf – Dittersbach. Abseits von befahrenen Straßen, führt der Weg durch eine wunderbar naturbelassene Landschaft.

Dem Verlauf des Weges bin ich bis Porschendorf (22 km) gefolgt und konnte nicht widerstehen, auch noch bis Dürrröhrsdorf zu radeln. Von dort aus bin ich jedoch wieder umgekehrt, um nicht zu stark vom geplanten Weg abzuweichen… Doch genau das passierte und der weitere Verlauf der Strecke gewann damit sein Eigenleben.

Lohmen und Dorf Wehlen.

Ursprünglich sollte es in südöstliche Richtung zur Basteiaussicht gehen – ich wählte aber den Weg direkt nach Lohmen (Lindenstraße, Kirschallee, Richard-Wagner-Str.). Dabei fiel mir das Schloß Lohmen auf, das auf einem Felsen thront. Unterhalb gibt es einen Weg im Tal der Wesenitz. Diesen wollte ich mir unbedingt ansehen, da ich im vergangenen Jahr den Liebethaler Grund unter die Lupe genommen habe und den Bereich bis dato noch nicht kannte. Die schroffen Felswände und die Spiegelung der Baumkronen auf der Wasseroberfläche verleihen diesem Ort einen magischen Charakter. Im kühlenden Schatten des Tales hielt ich einen Moment inne.

Nun ging es auf der Mühlenstraße den Hang wieder hinauf, dann nach rechts auf die Stolpener Str. und wieder rechts auf die Basteistraße. Hätte ich mich an dieser Stelle für den Abzweig nach links entschieden, dann wäre die Basteiaussicht doch noch in greifbare Nähe gerückt… Aber nein! Weiter ging es auf der schönen Kastanienallee bis Dorf Wehlen, das ich nach 30 km erreichte.

Stadt Wehlen, Kurort Rathen und Elberadweg.

Um von Dorf Wehlen hinab zum Markplatz der Stadt Wehlen zu gelangen, wählte ich den kleinen Weg „Hausberg“. Er ist mit Steinen gepflastert und besitzt ein ganz ordentliches Gefälle. Nicht wirklich bequem zu fahren, aber mit schönen Ausblicken in das Elbtal und in Richtung Bastei. Alternativ führt die asphaltierte und kurvenreiche Lohmener Str. hinab ins Tal, die weitaus bequemer zu fahren ist. Am Elberadweg angekommen, lohnt sich ein Abstecher in Richtung Rathen. Dabei blickt man auf den Basteifelsen, den teils abgebrochenen Fels Wartturm, sowie die saftig-grünen Elbwiesen. Mit etwas Geduld lassen sich die historischen Dampfer auf der Elbe beobachten. Im Kurort Rathen angekommen und nach insgesamt 36 km, ist auch der Lilienstein in der Ferne zu erkennen. Ein schönes Flecken, das auch bei Touristen sehr beliebt ist.

Zeit für den Rückweg! Entlang der Elbe führt der breite Weg zurück nach Wehlen – dann weiter nach Pirna, Pillnitz und Dresden. Eine sehr bequeme Strecke ohne Anstiege, die allerhand Fotomotive bereithält! Nach insgesamt 50 km tangierte ich den Kiessee bei Pratzschwitz und kurz darauf kam ich am Pillnitzer Schloßpark an. Hier legte ich unter einer großen Kastanie an der Elbe eine Pause ein. Nach einem Abschnitt auf der Pillnitzer Landstraße erreichte ich schließlich nach 62 km die Grundstraße, auf der ich wieder hinauf zur Dresdner Heide gelangte. Ein schöner Anstieg, um den Endspurt dieser Runde einzuleiten!

Die Dresdner Heide im Frühling.

Über die Weißenberger Straße und den Nachtflügelweg fand ich zurück in den Wald. Auf dem Zweienweg (Symbol: Z) und dem HG-Weg bzw. HB-Weg erreichte ich nach 70 km die Heidemühle. Noch 6 km verbleiben bis zum Ausgangspunkt in Radeberg. Schließlich wählte ich den Neuen Weg entlang der Prießnitz, dann den Weißiger Weg. Auf dem C-Flügel und dem Stallweg erreichte ich mein Ziel. Der Dresdner Heide im Frühling möchte ich zwei gesonderte Beiträge widmen, da mich das Blattgrün und zauberhafte Lichtstimmungen im Wald jedes Mal aufs Neue faszinieren.
Frühling in der Heide 1 | Frühling in der Heide 2

Ist die Lust auf weitere Kilometer in Dresdens Umgebung geweckt? Eine ähnliche Runde mit dem Rad ist im Beitrag über die Schöne Höhe beschrieben.

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