Ausblick von der Schönen Höhe zum Lilienstein und zur Festung Königstein

Schöne Höhe, Radtour im Osten von Dresden

Blick in die Sächsische Schweiz und Abendstimmung am Elbufer.

Im Beitrag über den Liebethaler Grund habe ich bereits angedeutet, dass ich mir die landschaftlich schöne Gegend im Osten von Dresden auch zum Radfahren vornehmen werde. So führt dieser Rundweg durch die Dresdner Heide, den Karswald, zur Schönen Höhe und durch den Liebethaler Grund. Insgesamt 56 Kilometer zwischen der Heidemühe, dem westlichen Randbereich der Sächsischen Schweiz und dem Elbufer.
Bei der Wegbeschaffenheit ist für Abwechslung gesorgt, denn die Tour verläuft größtenteils auf befestigten Wald- und Feldwegen… aber auch auf asphaltierten Dorfstraßen und dem bequemen Elberadweg. Der kurze Abschnitt hinauf zum höchsten Punkt, der Schönen Höhe, bildet eine Ausnahme: dort sind die kleinen Waldpfade uneben und wenig befestigt. An zwei Stellen (in der Zwergenhöhle und im Liebethaler Grund) befinden sich Stufen, die jedoch schnell zu überwinden sind. So sieht die Runde aus der Vogelperspektive aus:

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Start in der Dresdner Heide und auf dem Bischofsweg.

Als Start- und Zielpunkt habe ich die Ruine der einstigen Heidemühle gewählt. (Alternativ bietet es sich auch an, die Tour vom etwas zentraler gelegenen Blauen Wunder aus zu beginnen.) Inmitten der Dresdner Heide bin ich zuerst auf dem Neuen Weg (Symbol: NW) und der Alten Eins in östliche Richtung gefahren. Dann ging es auf dem A-Flügel zum Waldrand in Großerkmannsdorf, südlich von Radeberg. Weiter durch den Ort und auf einem kleinen Umweg in Richtung Karswald. (Forstweg – nach rechts auf die Ernst-Thälmann-Str. – Goetheweg – nach links auf die Ullerdorfer Str. – nach rechts auf die Alte Hauptstr. und den Radweg 1)

Der Radweg führt über ein Feld und beim Blick zurück habe ich die schöne Sicht auf die Dorfkirche und in Richtung Radeberg bewundert. Nach knapp acht Kilometern ging es weiter auf dem Bischofsweg nach Kleinerkmannsdorf. Kurz vor der stark befahrenen S177 habe ich mich auf dem Radweg links gehalten und die Straße überquert. Weiter auf dem Bischofsweg in den Karswald (Wegmarkierung: gelber Punkt). Am Wegweiser fällt auch ein Symbol mit gelben Strahlen auf blauem Grund auf, was den Sächsischen Jakobsweg bezeichnet. Auf jeden Fall ein idyllischer und gut befestigter Waldweg, auf dem ich nach 14 Kilometern die Bautzner Landstr. überquert habe. Weiter ging es durch den Wald und über Felder nach Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Vom Feldweg aus war im Osten ganz deutlich die Burg Stolpen zu erkennen.

Dürrröhrsdorf-Dittersbach und die Schöne Höhe.

Nach 17 Kilometern nahm ich den Weg durch den Ort (nach links auf die Hauptstr. – nach rechts auf die Wünschendorfer Str. – nach links auf die Elbersdorfer Str.) und bin rechts der Elbersdorfer Straße auf einen kleinen Waldpfad abgebogen. Auf diesem wilden Pfad ging es recht steil bergauf und nach knapp 19 Kilometern erreichte ich die Zwergenhöhle. Dabei handelt es sich um eine Felsspalte, die im Auftrag von J.G. von Quandt mit einem Tonnengewölbe aus Sandsteinquadern überdacht wurde. So bildet sie einen Tunnel, durch den der Weg über Steinstufen weiter den Hang hinauf führt. An dieser Stelle habe ich mein Rad kurz getragen und oberhalb der Höhle eine Pause eingelegt. Ein hübscher Ort zum Verweilen, an dem ich (leider vergebens) nach Zwergen Ausschau gehalten habe…

Nun wurde der Pfad immer schmaler und zum Glück fand ich wieder auf einen größeren Wanderweg, der mit einem roten Strich markiert war. So erreichte ich nach 19,5 Kilometern die Schöne Höhe und damit den am höchsten gelegenen Punkt auf dieser Strecke. Laut Wikipedia wird ihre Höhe mit knapp 328 Metern angegeben, in meiner Grafik dagegen sind es 332 Meter (über NN). In jedem Fall ein guter Kontrast zum weiteren Wegverlauf ins Elbtal, das nur in etwa 115 Metern Höhe liegt.

Auf der Schönen Höhe fällt zuerst ein Turmschlösschen auf. Es wurde in den Jahren 1831-33 im Auftrag des Kunstmäzens J.G. von Quandt und nach Plänen von Joseph Thürmer erbaut. Es ist ein Denkmal zu Ehren Goethes und in seinem Inneren sind eindrucksvoll gestaltete Fresken zu sehen, die Themen aus Goethes Gedichten aufgreifen. Nebenan befindet sich ein rustikales Gasthaus. Darüber hinaus bietet sich ein wunderschöner Blick in das Elbsandsteingebirge: vor Allem die Festung Königstein und der Lilienstein sind bei gutem Wetter klar zu erkennen.

Weiter nach Lohmen und in den Liebethaler Grund.

Das Schöne an der Höhe war auch, dass der Weg von nun an ganz ordentlich bergab in Richtung Porschendorf bzw. Lohmen verlief. (Bergstr. – Elbersdorfer Str. – nach rechts auf die Lindenstr. und weiter bergab auf der Kirschallee). Nach ca. 23 Kilometern in Lohmen angekommen, führen zwei Wege in den Liebethaler Grund. Ich entschied mich für einen kurzen Umweg durch den Ort (nach links auf die Richard-Wagner Str. – dann nach rechts auf die Mühlsdorfer Str. und Daubaer Str.). Auf diese Weise erreichte ich den Abstieg in den Grund zur historischen Daubemühle, wobei ich wegen der glatten Steinstufen kurz absteigen musste.

Der kühle Weg entlang der rauschenden Wesenitz verläuft kurzerhand zur Lochmühle, wobei wieder ein paar Stufen zu überwinden waren. Über eine mit Farnen und Moos benetzte Bogenbrücke überquerte ich den Fluss, dann ging es durch die Ruine der Lochmühle und direkt zum Richard-Wagner-Denkmal. 26 Kilometer waren geschafft. Nun gelangte ich auf dem Lochmühlenweg in Richtung Klettergarten, der sich am anderen Ende befindet. Diesen überaus romantischen Weg habe ich (in umgekehrter Richtung) bereits im Beitrag „Wanderung im Liebethaler Grund“ beschrieben.

Nach Birkwitz und am Elbufer bis zur Fähre in Pillnitz.

Weiterhin führte mein Weg vom Liebethaler Grund in Richtung Birkwitz. (Altjessen – nach rechts An der Sandgrube – nach links auf die Radeberger Str. – an der Ampelkreuzung geradewegs auf die Birkwitzer Str. – nach links auf die Juri-Gagarin Str. und auf dem Robert-Klett-Ring zur Pratzschwitzer Str.) Nach insgesamt 33 Kilometern bog ich nach links auf die Pratzschwitzer Str. und fuhr in westliche Richtung, bis die Kiesseen bei Birkwitz zu sehen waren. Weiter der Elbe entlang in Richtung Nordwesten, bzw. auf der Söbrigauer Str. bis zum traditionsreichen Schloss Pillnitz. Bei Schlösserland Sachsen wird zur Geschichte von Schloss Pillnitz berichtet.

Am Elbufer habe ich das Abendlicht genossen und bin mit der Fähre von Pillnitz auf die andere Elbseite nach Kleinzschachwitz gelangt. Kilometerstand 40,5.

Endspurt: Blaues Wunder, Grundstraße und Dresdner Heide.

Weiter am Elbufer bis zum „Blauen Wunder“. Kurz vor dem Schillergarten bin ich nach links auf die Fuchsstraße und nach rechts auf die Tolkewitzer Str. abgebogen, um die Loschwitzer Brücke bequem zu erreichen. Wieder auf der anderen Elbseite angekommen, ging es – nach 48 Kilometern – die kurvenreiche Grundstraße hinauf. Dann auf der Weißenberger Str. zum Waldrand. Abschließend bog ich nach rechts auf den Waldweg Nachtflügel (Symbol NF), dann nach links in nordwestliche Richtung auf den Zweienweg (Symbol Z) und erreichte auf dem HG/HB-Weg (am Forst nach rechts abbiegen) wieder den Ausgangspunkt inmitten der Dresdner Heide.

Folgende Radtouren sind ebenfalls zu empfehlen:
Schönfelder Hochland  (40 km)
MTB-Tour im Norden von Dresden (38,7 km)
Talsperre Malter, Osterzgebirge (76,3 km)
Dresdner Heide – Elbufer – Oberwartha (58 km)

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