Spiegelung im Schlossgraben, Schloss Hermsdorf

MTB-Tour im Norden von Dresden, 2. Teil

Schloss Hermsdorf und Seifersdorfer Tal, Rückweg auf dem „Kuhschwanz“ durch die Dresdner Heide.

Von Weixdorf in den Hermsdorfer Park

Wegverlauf: grüner Strich

Während der erste Teil durch die Dresdner Heide verlief, geht es nun auf idyllischen Dorfstraßen nach Hermsdorf. Der Weg ist mit einem grünen Strich markiert und führt durch den Hermsdorfer Schlosspark sowie durch das Seifersdorfer Tal.
Nach den Friedersdorfer Teichen und einem kurzen Abschnitt auf der Königsbrücker Landstraße halten wir uns rechts. Auf der Hermsdorfer Allee erreichen wir nach knapp 18 Kilometern das schöne Schloss Hermsdorf. Aus dem einstigen Rittergut entstand von 1553 bis 1575 ein Bauwerk im Stil der Renaissance, das von einem Wassergraben umgeben ist. Besonders reizvoll finde ich die runden Ecktürme und die mit phantasievollen Figuren verzierten Holztüren. Aber auch der alte Baumbestand im Schlossgarten lädt zum Verweilen ein. In jedem Fall lohnt sich eine Umrundung des Schlossteiches und im Juni blühen auch hier (ebenso schön, wie auf dem Silbersee) zahlreiche Seerosen in zartem Rosa.

Das Seifersdorfer Tal, ein traditionsreicher Landschaftsgarten

Wegverlauf: grüner Strich – grüner Punkt

Vom Schlossgraben aus, folgen wir dem Verlauf des Flusses „Große Röder“ bis nach Grünberg. Ein kleiner, mit Wurzeln durchzogener Pfad führt durch das urige Landschaftsschutzgebiet und nach einer Steigung erreichen wir die Lausaer Straße. Danach geht es nach links auf die Prof. Nagel Straße und bald darauf wieder nach rechts in das Seifersdorfer Tal. Aufs Neue lassen wir uns vom Flusslauf der Großen Röder leiten und überqueren sie nach insgesamt 24 Kilometern an der Niedermühle. Danach führt der Weg nach links den steinigen Hang hinauf: eine kurze Herausforderung bei guter Fahrtechnik oder ein willkommener Anlass zum Absteigen…
Weiter geht es auf einem kurvenreichen, wie auch interessanten Weg durch das Tal. Am Wegesrand befinden sich zahlreiche Staffagen, Obelisken und Denkmäler … die zu einer gedanklichen Zeitreise animieren. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Seifersdorfer Tal von Christina von Brühl als romantischer Landschaftsgarten konzipiert. Im Jahr 1781 begannen die Gartenarbeiten, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckten und von der Philosophie des Englischen Garten inspiriert sind. So strebte man danach, Kunst, Kultur und Gartengestaltung in Einklang mit der Landschaft zu bringen. Im malerischen Tal, welches entlang der Großen Röder verläuft, fallen in der Nähe des Uferbereiches mehr als 30 Gartenszenen ins Auge. Einige davon waren bzw. sind bedeutenden Dichtern & Denkern gewidmet: wie beispielsweise F.G. Klopstock (Hermannseiche), J.F. von Herder (Herder-Büste) oder J.W. von Goethe (Tempel des Amor).

Nach 25 Kilometern erreichen wir die Marienmühle und nach etwas mehr als 26 Kilometern die Grundmühle. Hier überqueren wir erneut die Große Röder und gelangen auf dem Grundmühlenweg zur Langebrücker Straße in Liegau-Augustusbad. Hier biegen wir nach rechts ab und radeln in Richtung Dresdner Heide.

Rückweg auf dem „Kuhschwanz“ und dem HG-Weg durch die Dresdner Heide

Wegverlauf: Kuhschwanz – Gänsefuß – HB-Weg und HG-Weg (grüner Strich)

Die Wege „Am Wald“ (Abzweig nach links) und „An den Folgen“ verlaufen direkt zum Waldrand. Hier führen mehrere kleine Wege in den Wald hinein und wir nehmen den Kuhschwanz, der mit einem kreisrunden Symbol mit Schweif gekennzeichnet ist (es ähnelt einem Q). Nach knapp 31 Kilometern queren wir die Ullerdorf-Langebrücker Straße, nach 32 Kilometern kommen wir am südlichen Ende der Hofewiese vorbei und erreichen einen gut befestigten Weg, den Gänsefuß. Hier geht es nach links den Berg hinunter bis zum Wanderparkplatz an der Radeberger Landstraße. Diese überqueren wir und befinden uns direkt an der Ruine der einstigen Heidemühle.

Für den Endspurt nehmen wir wieder den HB-Weg (Dreibörnerweg), den ich bereits im 1. Teil beschieben habe. Dabei handelt es sich um den mit einem grünen Strich markieren Hauptweg, der in südliche Richtung zurück nach Dresden führt. Ausgehend von der Grundstückausfahrt der Heidemühle geht es ca. 150 Meter entlang der Radeberger Landstraße und dann nach links den breiten Waldweg leicht bergauf. Der HB-Weg mündet in den HG-Weg und wir erreichen schließlich nach 38,7 Kilometern den Weißen Adler am Rande von Dresden.

Zurück zum 1. Teil der Mountainbike-Tour.

Folgende Strecken zum Radfahren sind ebenfalls zu empfehlen:
Schönfelder Hochland  (40 km)
Schöne Höhe, im Osten von Dresden (56 km)
Talsperre Malter, Osterzgebirge (76,3 km)
Dresdner Heide – Elbufer – Oberwartha (58 km)

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