Baumstamm und Pilze am Wegesrand des Unterringel, Dresdner Heide

Waldlauf im Schnee – zum Langebrücker Saugarten

Dresdner Heide

Auf einer frischen, weißen Schneedecke macht der Waldlauf durch die Dresdner Heide besonders viel Spaß! Ausgehend von Radeberg, führt die Runde zum Langebrücker Saugarten und durch den nordöstlichen Teil der Heide. Dabei habe ich zwei Varianten getestet: die kürzere Strecke umfasst 9,35 km und die längere Strecke 12,93 km. Letztere bin ich im frischen Schnee gejoggt und fand dabei die klare Waldluft sehr angenehm. Um ein paar Momentaufnahmen im Winterwald festzuhalten, habe ich mir beide Wege noch einmal im gemütlichen Wandertempo und mit der Kamera vorgenommen. Zur Orientierung ist nachfolgend der Streckenverlauf im Detail zu sehen.

kurze Variante: 9,35 km

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lange Variante: 12,93 km

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Von Radeberg zum Langebrücker Saugarten.

Start- und Zielpunkt ist ein kleiner Parkplatz an der Radeberger Landstraße. Er befindet sich am Rande der Dresdner Heide und kurz vor dem Ortseingang von Radeberg. Auf der gegenüber liegenden Seite der Straße führt ein gut befestigter Hauptweg in die Heide und in Richtung Langebrück. Er ist mit den roten Buchstaben NF markiert und trägt den Namen „Nachtflügel“. Im Laufe der Strecke ändert sich die Symbolik des Weges: dabei bezeichnet ein roter Kreis mit Kreuz den „Kreuzringel“. Zu beiden Seiten sind am Wegesrand stattliche, teils sehr alte Bäume zu sehen. Ein schöner Abschnitt!

Nach etwa 2,5 km zweigt der Mittelweg (Alter Querweg) nach links ab und verläuft in südwestliche Richtung bis zum Langebrücker Saugarten. Dabei folgt man der Markierung mit dem gelben Strich. Bald sind die Steinmauern des einstigen Wildgartens zu sehen – und die ersten 3,6 km sind geschafft! Von den vier Saugärten in der Dresder Heide, die einst dem höfischen Jagdvergnügen dienten, ist diese Anlage als einzige erhalten.

Zwischen 1780 und 1790 wurden die hohen Mauern aus Bruchstein errichtet, um darin Schwarzwild zu halten, welches für die Jagd freigelassen wurde. Die Mauerreste des ehemals größten Wildgartens in der Heide erinnern an längst vergangene Zeiten – und sind heute ein beliebtes Ausflugsziel bei Wanderern. Weiter geht es auf dem „Zweiten Hutungsweg“ in Richtung Hofewiese. Nun zweigt ein schöner Wanderweg namens „Schere“ nach links ab. Dem Wegverlauf nach Südosten folgend, trifft man nach etwa 6 km auf die „Alte Acht“.

Variante 1:

Alte Acht – Dachsenberg – Unterringel – Anker

Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Der kürzere Weg zurück bis zum Ausgangspunkt führt über die höchste Erhebung der Heide am Dachsenberg. Dann weiter nach Norden auf dem idyllischen Pfad „Unterringel“. Anschließend biegt man nach rechts auf den Hauptweg „Anker“ ab und erreicht nach etwas mehr als neun Kilometern das Ziel.

Variante 2:

Alte Acht – Ochsenkopf – Weißiger Weg – B-Flügel – Stallweg (Alte Vier) – Schneise 1

Wählt man die etwas längere Variante, so läuft man von der Alten Acht (noch vor dem Dachsenberg) nach rechts auf den Wanderweg „Ochsenkopf“. Nach Überqueren der Radeberger Landstraße geht es weiter auf einem mit W gekennzeichneten Pfad. Dabei handelt es sich um den Weißiger Weg, der zuerst etwas uneben ist. In Folge der heftigen Stürme liegen derzeit noch einige Baumstämme quer über dem Weg. Ein kurzer Abschnitt mit Hindernissen! Im weiteren Verlauf wird der Weißiger Weg immer breiter und seine Wegbeschaffenheit verbessert sich zusehends. Nach 9 km geht es nach links auf dem geradlinigen B-Flügel bis zum Stallweg, der auch als „Alte Vier“ bezeichnet wird. Insgesamt 11 km sind geschafft und zwei Kilometer fehlen noch bis zum Ziel! Dabei biegt man nach links auf den Stallweg ab und läuft weiter auf der Schneise 1 bis zum Ausgangspunkt. Nach knapp 13 Kilometern Waldlauf endet der Rundweg durch die schneebedeckte Dresdner Heide.

Ist die Lust auf weitere Strecken in der winterlichen Dresdner Heide geweckt? Dann empfehle ich auch den Waldlauf von Bühlau zur Prießnitz.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ulrich Pankotsch
    23. März 2018 23:24

    Wie dies nur immer funktioniert – genau 12,93 km und dann noch diese Bilder machen – Chapeau.
    Ich bin immer nur annähernd unterwegs. Ostern muss ich aber endlich mal wieder vorbeischauen.

    Antworten
    • Das klappt nur mit Trick 17! 😉 Laufen gehe ich natürlich immer ohne meine Kamera, die ist einfach zu groß und zu schwer. Die Bilder entstehen dann, wenn ich den Rundweg noch einmal gemütlich wandere. Für den Beitrag wird dann alles kombinert. Demnächst werde ich mir wohl das Waldgebiet im Südwesten der Heide genauer vorknöpfen – also die kleinen Pfade in der Nähe der Sandgrube, sowie nochmals den Kannenhenkel und den Kuhschwanz. PS: Hoffentlich lässt sich der Wetterfrosch etwas bestechen, auf dass es zu Ostern sonnig und nicht zu kalt wird. Vielleicht bis zum Oster-WE und ganz herzliche Waldgrüße!

      Antworten

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