Lichtstimmung nach dem Regen, Dresdner Heide

Waldlauf nach dem Regen – Dresdner Heide

Dresdner Heide

Rundweg durch die südliche Dresdner Heide.

Wenn es nach heißen Sommertagen zu regnen beginnt, dann kann ein Waldlauf auf dem warmen, dampfenden Boden durchaus reizvoll sein. Die folgende Runde durch die südliche Dresdner Heide startet und endet am Weißen Adler und umfasst 15 Kilometer. Mit der Straßenbahnlinie 11 ist der Ausgangspunkt bequem über die Bautzner Landstaße erreichbar. Wer vorweg noch eine süße Stärkung benötigt, wird bestimmt bei der Schaubäckerei Scheinert fündig, wo es knusprige Leckereien gibt. Los geht es auf der Straße „Am Heiderand“, die direkt zum Waldrand führt. Die Strecke eignet sich gut für einen ausgedehnten Waldlauf, ist aber auch für Wanderer und Mountainbiker zu empfehlen. Teilweise kann es auf dem feuchten Erdboden der kleinen Nebenwege etwas rutschig sein. Zur Orientierung dienen hauptsächlich die historischen Wegzeichen. Dabei handelt es sich um rote Symbole, die auf den Baumstämmen aufgemalt worden sind. Aber auch „klassische“ Wegmarkierungen (farbige Striche und Punkte) sind hilfreich. Vorab noch ein Blick aus der Vogelperspektive, dann starten wir.

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Zur Ruine auf dem Wolfshügel.

Zuerst befinden wir uns auf dem „HG-Weg“, achten auf die Markierung mit dem grünen Strich und erreichen nach einem halben Kilometer den kleinen Bach „Mordgrundwasser“. Diesen überqueren wir und biegen danach links ab. Hier nehmen wir den schönen Wanderweg, der oberhalb des Bachlaufs und mehrerer Quellen (Degelequelle, Schwesternquelle) verläuft. Der Weg ist mit einem gelben Punkt gekennzeichnet. Am Wegesrand befinden sich alte Bäume mit urigen Wurzeln und nach links blickt man hinab in den wildromantischen Grund.

Bald führt der Weg über eine Holzbrücke und weiter geht es bis zu einem kleinen Aussichtspunkt. Von der Schanze aus bietet sich ein schöner Weitblick über die hohen Bäume hinweg – und auf den südöstlichen Teil Dresdens! Danach führt der von Wurzeln durchzogene Pfad recht steil den Hang hinab. Weiterhin folgen wir dem gelben Punkt und kommen nach drei Kilometern auf dem Wolfshügel an, wo sich die Ruine eines ehemaligen Aussichtsturms befindet. Heute ist nur noch der Sockel des steinernen Turms zu sehen, da er im Jahr 1945 aus militärstrategischen Gründen gesprengt wurde. In vergangener Zeit war der 25 Meter hohe Turm ein beliebtes Ausflugsziel und die erhaltenen Bogenfenster im Sockel zeugen von seiner ästhetischen Bauart (erbaut: 1886 bzw. 1912, Architekt: Hans Erlwein). Der Name „Wolfshügel“ erinnert übrigens an den einstigen Wolfsgarten, der sich ganz in der Nähe befand. Hier hielt man Wölfe für Hetzjagden in der Heide.

Auf kleinen Waldpfaden zur Heidemühle.

Der Wegweiser gelber Punkt leitet uns weiter auf dem Alten Wolfshügelweg bis zum Wanderparkplatz, der sich ganz in der Nähe des Fischhauses befindet. Nach knapp vier Kilometern biegen wir hier nach rechts auf den Hauptweg „Doppel E“ und folgen immerfort dem Symbol „grüner Strich“. Nach einem eingezäunten Bereich ist an einem Baumstamm das Symbol C zu erkennen. Hier nehmen wir den Weg „C-Flügel“ und biegen nach links ab. 5,6 Kilometer sind geschafft. Der geradlinige Weg geht in einen wilden Pfad über, der mit einer gekreuzten Sechs bezeichnet ist (Wanderweg „Kreuz Sechs“). Auf diesem Weg gelangen wir auf den gut befestigten HB-Weg (Symbol: HB) und überqueren den Hauptweg „Alte Eins“. Rechts des HB-Weges führt ein keiner Pfad direkt zur Ruine der einstigen Heidemühle, die wir nach insgesamt 8,3 Kilometern erreichen.

Weiter zum Stausee und Rückweg.

Ausgehend vom denkmalgeschützten Haupthaus, folgen wir ein Stückchen dem Fußweg an der Radeberger Landstraße – bzw. laufen entlang der Leitplanken über die Große Hengstbrücke. Daraufhin geht es wieder nach rechts auf den Neuen Weg (Symbol: NW). Dieser schöne Hauptweg verläuft der Prießnitz entlang in Richtung Osten. Hier konnte ich mit der Kamera ganz märchenhafte Lichtstimmungen einfangen, als das Abendlicht nach einem Regenschauer durch die Baumkronen strahlte.

Dennoch folgen wir dem Neuen Weg nur kurz, bis zur ersten Holzbrücke auf der rechten Seite. Hier befindet sich an einem Baumstamm das Symbol „HG“ und wir biegen nach rechts ab, wobei es leicht bergauf geht. Kurz darauf verläuft der kleine Waldpfad nach links weiter und wir nehmen die „Verkehrte Gabel“ in südöstliche Richtung. Dabei kreuzen wir erneut den Hauptweg „Alte Eins“ und kommen nach knapp 11 Kilometern am idyllischen Stausee an. Hier laden eine Schutzhütte aus Holz und drei Rastplätze zum Verweilen am rotbraun gefärbten Wasser ein. Nach einer kurzen Rast wird es Zeit für den Endspurt. So wählen wir den Weg „Verkehrter Anker“ und biegen nach rechts in südliche Richtung ab. Der Weg ist zudem mit einem roten Strich markiert. Dann geht es weiter auf dem Nachtflügel (Symbol: NF). Nach insgesamt 13,3 Kilometern kreuzen wir den Zweienweg (Symbol: Z) und tangieren den Sportplatz am Waldrand. Abschließend wenden wir uns nach links auf den A-Flügel und erreichen nach 15 Kilometern wieder den Weißen Adler.

Zusammenfassend finde ich, dass es nach einem sommerlichen Regen ganz zauberhafte Lichtstimmungen in der Dresdner Heide zu entdecken gibt. Geheimnisvoll dampfende Erde und der Duft von nassem Moos machen eine sportliche Runde durch den Wald zum Erlebnis für die Sinne.

Lust auf weitere Waldläufe durch die Dresdner Heide? Dann empfehle ich Dir Rundweg 4 (17 Kilometer) oder Rundweg 5 (14 Kilometer).

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