Blick auf den Stausee mit Schutzhütte, Dresdner Heide

Wanderung in der Dresdner Heide – zum Stausee

Dresdner Heide

Dresdner Heide: von der Heidemühle in Richtung Bühlau und zurück.

Das großflächige Waldgebiet Dresdner Heide befindet sich im Nordosten der sächsischen Landeshauptstadt und eignet sich hervorragend für ausgedehnte Wanderungen, aber auch für sportliche Aktivitäten.

Ganzjährig lassen sich hier eindrucksvolle Lichtstimmungen beobachten – insbesondere früh am Morgen bzw. am Vormittag, wenn die Luft noch ganz klar ist und die ersten Sonnenstrahlen durch die Baumkronen zum Boden gelangen. Nach einer kühlen Nacht oder nach einem Regen kann es vorkommen, dass die feuchte Erde geheimnisvoll zu dampfen beginnt und die Stimmung an Erzählungen in alten Märchen erinnert. Seit 1969 ist die Dresdner Heide als Landschaftsschutzgebiet eingetragen und bietet Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten.

Beim Blick auf die Wanderkarte fällt ein Netz aus zahlreichen Haupt- und Nebenwegen ins Auge, die zum Teil etwas ungewöhnlich anmutende Namen, wie zum Beispiel „Verkehrter Anker“, „Reichsapfel“ oder „Zweienweg“ tragen. Die Namensgebung beruht auf einem komplexen System an wegweisenden Symbolen, deren Ursprung bis in das 12./13. Jahrhundert zurück verfolgt werden kann. Mehr zur Geschichte der Wegzeichen erfahrt ihr im Beitrag zum System der Wegzeichen. Zuerst noch ein Blick auf die Karte, dann starten wir!

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Von der Heidemühle zum Stausee.

Wir beginnen unsere Wanderung inmitten des Waldes am Standort Heidemühle, der gut mit dem Pkw oder mit der Buslinie 305 (VVO, Linie Dresden-Radeberg) zu erreichen ist. Der Rundweg wird etwa 9,4 Kilometer umfassen. Sollte vorzeitig die Puste ausgehen, besteht auch die Möglichkeit auf halber Strecke nach Bühlau abzubiegen und mit der Straßenbahn nach Dresden zurückzukehren. Los geht’s!

Zuerst folgen wir ein Stück dem Fußweg entlang der Radeberger Landstraße, bis wir gleich rechts auf den Neuen Weg (Symbol NW) gelangen. Der Neue Weg, auch Farbengruben- oder Farbengrundweg genannt, führt uns entlang der Prießnitz und wir erreichen nach 2,3 Kilometern eine Holzbank. Dort treffen mehrere Hauptwege aufeinander und wir halten uns leicht rechts um auf den Weißiger Weg zu gelangen (nicht scharf rechts, denn das ist die Alte 1). Dem Weißiger Weg folgen wir ein Stück, bis auf der rechten Seite ein kleiner (mit einem Anker gekennzeichneter) Weg zu sehen ist. Wir biegen in den „Verkehrten Anker“ und erreichen bald die Kreuzung mit dem „Reichsapfel“. Das Symbol des als Reichsapfel bezeichneten Weges besteht aus einem roten Kreis mit Kreuz. Hier biegen wir nach rechts ab und sehen durch die Zweige schon das Wasser des kleinen Stausees glitzern. Ein schöner Platz, an dem eine Schutzhütte aus Holz und mehrere originell gestaltete Holzbänke zum Rasten und Entspannen einladen.

In Richtung Bühlau.

Die ersten drei Kilometer sind geschafft! Der Boden im Bereich des Sees besitzt einen hohen Gehalt an Eisenoxid, der das Wasser, je nach Lichteinfall, in einer rotbraunen Farbe leuchten lässt. Wir umrunden den Stausee am Haarweidebach und gelangen über den „Reichsapfel“ zurück zum „Verkehrten Anker“. Hier halten wir uns wieder rechts und wandern auf dem „Nachtflügel“ geradewegs in Richtung Dresden-Bühlau. An der Kreuzung mit dem Zweienweg gibt es zwei Möglichkeiten. Wer schon jetzt (nach knapp sechs Kilometern) in das Dresdner Zentrum zurückkehren möchte, biegt links ab und erreicht über den Haidemühlweg den Stadtrand. Gleich in der Nähe befindet sich die Straßenbahn-Haltestelle „Ullersdorfer Platz“, direkt an der Bautzner Landstraße.

Zurück zur Heidemühle.

Aber ich hoffe, ihr habt noch etwas Energie und wir führen unsere Wanderung fort. Also begeben wir uns rechts auf den geradlinigen Zweienweg und kreuzen zuerst den A-Flügel, dann den B-Flügel und erreichen den HG-Weg. An der großen Kreuzung befindet sich links der Forstbetrieb mit Baumschule und wir sehen eine kleine Schutzhütte. Nach geschafften neun Kilometern, beginnt nun der letzte Teil des Weges. Wir biegen dazu rechts in den HG-Weg und folgen ihm immer geradeaus, bis er nahtlos in den Dreibörnerweg (auch HB-Weg genannt) übergeht. Weiter geht´s und bald ist schon ein leichtes Rauschen des Verkehrs zu hören. Schließlich treffen wir auf die Radeberger Landstraße. Hier biegen wir rechts ab, laufen ein Stück entlang des Fußweges und der Ausgangspunkt ist erreicht.

Dem Wandern mag vielleicht immer noch das Klischee anhaften, es sei zu gemütlich, ohne sportlichen Anspruch. Aber weit gefehlt: das passende Tempo sollte jeder für sich festlegen und die Strecke eignet sich ebenso gut fürs Joggen. In jedem Fall kann ich Euch die Heide als ruhigen Ort zum Entspannen, aber auch für aktive Touren empfehlen.

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